Tödliche Krankheit

Patient erkrankt nach Einnahme des Novartis-Medikaments Gilenya

Ein mit dem Novartis-Medikament Gilenya behandelter Multiple-Sklerose-Patient ist an einer seltenen und potenziell tödlichen Nervenkrankheit erkrankt.

Ein mit dem Novartis-Medikament Gilenya behandelter Multiple-Sklerose-Patient ist an einer seltenen und potenziell tödlichen Nervenkrankheit erkrankt.

Ein mit dem Novartis-Medikament Gilenya behandelter Multiple-Sklerose-Patient ist an einer seltenen und potenziell tödlichen Nervenkrankheit erkrankt. Der Basler Pharmakonzern bestätigte gestern erstmals einen Fall von Progressiver Multifokaler Leukenzephalopathie (PML).

Zwar gab es bereits PML-Meldungen im Zusammenhang mit Gilenya, doch wurden diese auf eine vorangegangene Behandlung mit der Tablette Tysabri des US-Biotechnologiekonzerns Biogen Idec-Mittel zurückgeführt. Dieses ist für ein entsprechendes Risiko bekannt.

Grosse Konkurrenz

Gilenya ist zunehmend Konkurrenz ausgesetzt, etwa durch das jüngst auf den Markt gekommene, ebenfalls von Biogen stammende Tecfidera. Gilenya war die erste Pille gegen die unheilbare Nervenkrankheit und Novartis setzt grosse Hoffnungen in das Präparat. Ältere MS-Mittel wie Betaferon von Bayer oder Rebif von Merck müssen gespritzt werden.

Tecfidera wurde im März zugelassen und entwickelte sich rasch zum Kassenschlager: Im zweiten Quartal setzte Biogen damit bereits 192 Mio. Dollar um. Novartis erzielte mit Gilenya von April bis Juni 468 Millionen Dollar Verkaufserlös – zwei Drittel mehr als ein Jahr zuvor.

Nach Novartis-Angaben haben bisher rund 71'000 Patienten Gilenya erhalten. Der Konzern will zusammen mit dem behandelten Arzt prüfen, welche Faktoren zum Auftreten von PML beigetragen haben. Es gebe in dem Fall mehrere untypische Besonderheiten, hiess es.

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