IBB Holding AG

«Partnerschaft ist für mich sehr wichtig»

«Es geht darum, die IBB optimal zu positionieren», betont Eugen Pfiffner, der neue CEO der IBB (wal)

Eugen Pfiffner

«Es geht darum, die IBB optimal zu positionieren», betont Eugen Pfiffner, der neue CEO der IBB (wal)

«Die IBB Holding AG ist ein interessantes Unternehmen, das in einem interessanten Umfeld tätig ist», sagt Eugen Pfiffner. Als CEO der IBB Holding AG, Brugg wird er am 1. Mai die Nachfolge von Ernst Bühler antreten.

Louis Probst

«Ich bin zwar Gaskunde der IBB», meint Eugen Pfiffner lächelnd. «Aber abgesehen davon hatte ich mit den IBB bisher nicht so viel zu tun.» Das hat sich inzwischen geändert. Am 1. Mai wird Eugen Pfiffner als CEO offiziell die Leitung der IBB Holding AG übernehmen. Er wird Nachfolger von Ernst Bühler, der in den Ruhestand geht. «Für mich ist es wichtig, ein Bild zu gewinnen», sagt Eugen Pfiffner. «Ich habe daher von Anfang an gesagt, dass ich bereits vorher zur Verfügung stehen werde, um die Thematik und die Leute kennen zu lernen. Dafür habe ich gerne etwas von meiner Freizeit hergegeben. Im Moment sind die IBB noch mein Hobby. Ich bin aber in der glücklichen Lage, im Mai mein Hobby zum Beruf machen zu können.»

Studium an der ETH

Mit der Energie - dem wichtigsten Medium des regionalen Energieversorgers IBB - ist Eugen Pfiffner schon früh in Kontakt gekommen. «Ich bin in Chur aufgewachsen», erklärt er. «Ich habe an der ETH Zürich Betriebs- und Produktionswissenschaft studiert. Basis dieses Studiums ist der Maschinenbau. Es ist ein Studium mit vielen Praktika. Eines dieser Praktika habe ich bei den NOK absolviert. Und mein Schwiegervater arbeitete lange bei den Kraftwerken Hinterrhein. Das hat mir einen Einblick in den Energiebereich gegeben. Zielrichtung meines Studiums waren jedoch nicht die Energieerzeugung oder -verteilung, sondern die Umformtechnik und die Betriebswirtschaft.»

Nach Abschluss seiner Studien arbeitete Eugen Pfiffner bei der Siemens Schweiz AG im Bereich der Verkehrstechnik. Dann wechselte er in ein Unternehmen der Halbleiterbranche in der Westschweiz. «Es ging mir damals darum, in einem anderen Kulturbereich zu arbeiten», sagt er. «Und ich habe diesen Kulturbereich sehr schätzen gelernt. Als ich in dieses Unternehmen eingetreten bin, befand es sich als Folge der IT-Blase in einer schwierigen Lage. Es ging darum, die Strukturen grundlegend umzubauen. Ein solcher Umbau ist immer auch eine Frage des Vertrauens. Nicht zuletzt dank diesem Vertrauen ist es auch gelungen, das Unternehmen in die schwarzen Zahlen zurückzuführen.»

In dieser Zeit in der Westschweiz machte Eugen Pfiffner in Genf seinen MBA. «Mich hat das von der Sprache her fasziniert», erklärt er. «Aber natürlich ist dieses Studium, vor allem der ganze Bereich der Finanzen, sehr wichtig. Diese Ausbildung kann daher nur von Vorteil sein.»

«Uns gefällt es hier sehr gut»

Aus familiären Gründen - «ich bin Vater von Zwillingen geworden und meine Frau und ich wollten näher bei den Grosseltern sein» - kehrte Eugen Pfiffner vor wenigen Jahren in die Deutschschweiz zurück. Bei der Maag Pump Systems AG trat er eine Stelle als Director After Sales an. Und mit seiner Familie liess er sich in Mägenwil nieder. «Uns gefällt es in Mägenwil sehr gut», stellt er fest. «Wir schätzen vor allem auch, dass es nicht so anonym ist. Ich habe denn auch gefunden, dass ich doch in der Region arbeiten könnte. So bin ich auf die IBB gekommen. Zudem ist das Umfeld, in dem dieses Unternehmen tätig ist, sehr interessant. Dazu kommt, dass sich die IBB, nach ihrer Verselbstständigung in einem Kulturwandel befinden.»

«Klare Strategie»

Zusammen mit dem Verwaltungsrat der IBB habe er im Vorfeld eine Unternehmensstrategie ausarbeiten dürfen, sagt Eugen Pfiffner. «Es geht darum, die IBB optimal zu positionieren. Für mich ist der Auftrag klar. Es geht jetzt darum, die Strategie umzusetzen.»

Zur Stossrichtung dieser Strategie verrät er: «Wir wollen die IBB als Verbundwerk in der Region Brugg und für die Region Brugg als stärkste Kraft positionieren und ihre Stellung durch Partnerschaften und Kooperationen in verschiedenen Bereichen - nicht nur beim Strom und beim Gas - ausbauen. Wir wollen uns dabei auf die Region Brugg konzentrieren, weil diese Region attraktiv ist. Wichtig ist dabei, dass die IBB als hochkompetenter und zuverlässiger Partner wahrgenommen werden. Für mich ist das Thema starke Partnerschaft sehr wichtig.»

Und jetzt? Wenn das vorläufige Hobby IBB bald zum Beruf wird? Hat der neue IBB-CEO einen Ersatz zur Hand? Eugen Pfiffner versichert: «Ich geniesse es, etwas mit meiner Familie zu unternehmen. Für mich ist es sehr wichtig, dass die Familie nicht zu kurz kommt und dass man sie behandelt, wie man die Kundschaft behandelt. Ich bin auch überzeugt, dass die Familie die Grundlage unserer Gesellschaft ist.»

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1