Fernsehsender schnitten die Bemerkung mit. Sie löste in australischen Medien Empörung aus. Politiker kritisierten die Äusserung umgehend. «Er hat eingesehen, dass der Witz geschmacklos war», sagte Gillard am Dienstag.

Die Politikerin der linken Labor Partei hatte vor einem Jahr im Parlament Furore gemacht, als sie den konservativen Oppositionsführer Tony Abbott als Frauenhasser darstellte.

Sexismus an den Pranger

Es ging damals um einen Skandal um den Parlamentspräsidenten. Dieser hatte frauenverachtende SMS-Botschaften an einen Mitarbeiter geschickt. Die Opposition regte sich damals auf und verlangte, dass Gillard ihn feuert.

«Ich toleriere keine Lektion über Sexismus und Frauenfeindlichkeit von diesem Mann», rief sie aufgebracht. «Wenn er wissen will, wie Frauenhass im modernen Australien aussieht, (...) muss er nur in den Spiegel schauen.»

Abbott war mehrfach mit sexistischen Bemerkungen aufgefallen. Er sagte am Dienstag, die Regierungschefin habe versprochen, Sexismus und Frauenhass immer und überall an den Pranger zu stellen. Daran möge sie sich auch in diesem Fall halten.