Logistik

Panalpina mit rund einem Drittel weniger Umsatz

Panalpina-Sitz in Basel (Archiv)

Panalpina-Sitz in Basel (Archiv)

Der Basler Transport- und Logistikkonzern Panalpina leidet unter dem Einbruch des Welthandels: Der Gewinn brach im ersten Halbjahr 2009 auf 16,9 Mio. Franken ein. In der Vorjahresperiode hatte Panalpina noch 76,7 Mio. Fr. verdient.

Der Betriebsgewinn (EBIT) fiel auf 26,6 (Vorjahresperiode: 108,1) Mio. Franken. Der Nettoumsatz aus Speditionsleistungen sank auf 2,973 (4,374) Mrd. Franken.

Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2008 ging die Luftfracht um 28 Prozent zurück, die Seefracht um 21 Prozent. Panalpina litt insbesondere unter Produktionskürzungen der Auto-, Hightech- und Telekom-Industrie.

In der Transport- und Logistikbranche herrsche ein aggressiver Preiskampf mit Transportpreisen deutlich unter dem Einstandspreis, erklärte das Unternehmen weiter. Panalpina habe aber bewusst darauf verzichtet, kurzfristig Marktanteile auf Kosten der Profitabilität zu steigern.

Die im zweiten Jahresviertel im Vorquartalsvergleich leicht steigenden Volumen läuten nach Ansicht von Konzernchefin Monika Ribar noch keine Trendwende ein. Sie gehe aber in den kommenden Berichtsperiode von einer weiteren Erholung der Volumen aus.

Diese werde aber nur sehr langsam und von einem tiefen Niveau aus von Statten gehen. "Wir befinden uns heute wieder auf dem Level der Jahre 2003 oder 2004", sagte Ribar zur Nachrichtenagentur AWP. Insgesamt betrachtet sei sie "nicht überaus optimistisch", jedoch bereits wieder etwas zuversichtlicher als noch vor einem halben Jahr, fasste Ribar zusammen.

Mit dem Abbau von 1700 Vollzeitstellen ist Panalpina etwas über das im März genannte Ziel von 1400 bis 1600 Stellen hinausgegangen. "Das Programm ist damit grundsätzlich durch", sagte Ribar.

Die Panalpina-Titel standen unter Verkaufsdruck. Den Baslern wird von Experten zwar ein äusserst erfolgreiches Kostenmanagement attestiert; Sorgen bereiteten allerdings die abermals verlorenen Marktanteile. Bis nach Börsenschluss sanken Panalpina um 5,8 Prozent bei einem leicht tieferen Gesamtmarkt auf 76.80 Franken.

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