Logistik

Panalpina mit hohem Verlust wegen Rückstellungen - Umsatz steigt

Panalpinas Neunmonats-Bilanz von Rechtsproblemen belastet

Panalpinas Neunmonats-Bilanz von Rechtsproblemen belastet

Der Basler Transport- und Logistikkonzern Panalpina ist trotz höherem Umsatz wegen seiner Rechtsprobleme in den USA in die roten Zahlen gerutscht: Unter dem Strich wies Panalpina für die ersten neun Monate 2010 einen Verlust von 59 Mio. Fr. aus.

In der Vorjahresperiode hatte Panalpina noch einen Gewinn von 22 Mio. Fr. erzielt. Der jetzige Verlust erklärt sich hauptsächlich mit den Kartellrechtsverfahren in den USA, für die Panalpina im zweiten Quartal 2010 Rückstellungen in Höhe von 128 Mio. Dollar vorgenommen hat. Das bereinigte Konzernergebnis ist positiv und beträgt 69 Mio. Franken.

Das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sank von +38 Mio. auf -29 Mio. Franken, der bereinigte EBIT beträgt +99 Mio. Franken, wie Panalpina am Donnerstag weiter mitteilte.

Den Umsatz konnte der Logistikkonzern stark von 4,39 Mrd. auf 5,36 Mrd. Fr. ausweiten. Panalpina profitierte vom kräftigen Volumenwachstum in der Luftfracht (+27 Prozent) und Seefracht (+16 Prozent). Damit stieg die Transportleistung von Panalpina deutlich stärker als der Markt, wie das Unternehmen betonte.

Quartalsgewinn steigt

Im dritten Quartal schwächte sich die Entwicklung demnach allerdings ab. Dennoch stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahresquartal von 1,42 Mrd. auf 1,87 Mrd. Franken. Der EBIT stieg von 11 Mio. auf 50 Mio. Franken, während unter dem Strich sich das Ergebnis von 5 Mio. auf 34 Mio. Fr. erhöhte.

Panalpina stellte am Donnerstag auch die Beilegung des zweiten Kartellrechtsverfahrens in den USA in Aussicht: Der Abschluss der Ermittlungen der US-Behörden wegen möglicher Verstösse gegen den Foreign Corrupt Practices Act (FCPA) sei vor Ende Jahr zu erwarten.

Ein zweites Verfahren in den USA konnte Panalpina im dritten Quartal ad acta legen: Das Unternehmen zahlte 12 Mio. Dollar, um einen Rechtsstreit um illegale Absprachen beizulegen. Noch offen sind Verfahren gegen das Unternehmen in der Schweiz, der EU, Neuseeland und Brasilien.

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