Otto Ineichen

«Otto Ineichens Spirit war täglich spürbar»

Otto Ineichen mit Sohn Mark vor der Filiale von Otto's Warenposten in Sursee (Archiv)

Otto Ineichen mit Sohn Mark vor der Filiale von Otto's Warenposten in Sursee (Archiv)

Die Discount-Kette Otto's ist durch den Tod von Otto Ineichen nicht betroffen. Er zog sich bereits vor zwei Jahren ganz aus der Verantwortung zurück. Doch sein Spirit sei täglich spürbar gewesen, sagt Stefan Hitz, Verwaltungsratsmitglied von Otto's.

«Er war enthusiastisch und kreativ. Für ihn standen immer die Menschen im Mittelpunkt», sagte Hitz auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Der Mensch habe stets mehr gezählt als der Profit. Seine Geschäftsidee, Waren zu verkaufen für weniger kaufkräftigere Kundschaft, zeuge ebenfalls von dieser Grundeinstellung.

Der Verwaltungsrat von Otto's, Stefan Hitz, erinnert sich an seinen Patron und Freund

Der Verwaltungsrat von Otto's, Stefan Hitz, erinnert sich an seinen Patron und Freund

Für die unternehmerische Tätigkeit habe dies wiederum den Vorteil gebracht, dass Otto's oftmals auch Wohlwollen entgegengebracht worden sei bei spezifischen Anliegen; etwa bei der Suche nach Mietfläche. «Er meinte es wirklich ernst und das spürte man». Hitz war vor seiner Tätigkeit im Verwaltungsrat von 1993 bis 2003 in der Geschäftsleitung bei Otto's.

100 Filialen

Otto Ineichen hat 1978 unter dem Namen Otto's Schadenposten den Grundstein für die spätere «Otto's» gelegt. Der Discounter betreibt heute fast 100 Filialen, verkauft zudem auch Autos und günstige Fertighäuser.

Otto Ineichen hatte sich bereits im Jahr 2000 aus dem operativen Geschäft des Unternehmens zurückgezogen. Zehn Jahre später, im Sommer 2010, gab er auch das Verwaltungsratspräsidium an seinen Sohn Mark Ineichen weiter und trat aus dem Aufsichtsgremium zurück. Es sei der richtige Zeitpunkt, sagte Otto Ineichen damals. Er wolle sich vermehrt auf seine politische Tätigkeit konzentrieren.

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