Insgesamt stieg der Umsatz gemäss provisorischen Zahlen um 4 Prozent auf 318 Mio. Franken, wie Orell Füssli am Mittwoch mitteilte. Bereinigt um Währungseinflüsse und Veränderungen im Konsolidierungskreis betrug das Wachstum der fortgeführten Geschäfte 9 Prozent.

Der Betriebsgewinn auf Stufe EBIT brach allerdings um 39 Prozent auf 14 Mio. Fr. ein. Unter dem Strich resultierte ein Reingewinn von 10 Mio. Fr. nach 14,7 Mio. Fr. im Vorjahr.

Allerdings hätten im Vergleichsjahr 2009 ausserordentliche Erträge und Korrekturen bei den Abschreibungen die Ergebnisse begünstigt, hält die Gruppe fest. Sie weist für ihren operativen Fortschritt auf den Betriebsgewinn auf Stufe EBITDA vor ausserordentlichen Erträgen hin: Dieser wuchs von 21,8 Mio. auf 31 Mio. Franken.

Billigere Bücher wegen Euro

Im Buchhandelsgeschäft setzte sich die Verschiebung der Nachfrage vom stationären Handel zum Internet fort. Nicht zuletzt wegen des schwachen Euro habe der schweizerische Buchhandel eine Preisreduktion von 5 Prozent hinnehmen müssen, teilte Orell Füssli mit.

Die Gruppe sah sich gezwungen, drei Filialen zu schliessen, die nicht rentabel waren. Auf die Umsatzrückgänge reagierte Orell Füssli mit einem nach eigenen Angaben rigorosen Kostenmanagement und einer Verstärkung des Online-Kanals.

Die Orell-Füssli-Tochter Atlantic Zeiser, die unter anderem Werke zur Nummerierung von Banknoten herstellt, steigerte zwar Umsatz und operatives Ergebnis. Die Fortschritte seien aber langsamer voran gekommen als erwartet, schreibt Orell Füssli.

Im Sicherheitsdruck konnte die Gruppe in den internationalen Märkten weiter Fuss fassen. Die Anzahl produzierter Banknoten erreichte sogar einen Rekordstand. Orell Füssli rechnet damit, dass die Entwicklung der neuen Schweizer Banknotenserie 2011 abgeschlossen werden kann. Somit dürfte mit dem Produktionsstart im letzten Quartal 2011 gerechnet werden.

USA bei Amazon die Anteile der E-Books deutlich gestiegen. Dieser Trend könnte mit Verzögerung auch auf Europa überschwappen.