Orell Füssli erhöht nach Gewinnsprung Dividende kräftig

Kundin in der Buchhandlung Orell Füssli

Kundin in der Buchhandlung Orell Füssli

Die Sicherheitsdruck- und Buchhandelsgruppe Orell Füssli will nach dem 2008 erzielten Gewinnsprung die Dividende kräftig erhöhen. Pro Namenaktie sollen 8 Fr. ausgeschüttet werden, 60 Prozent mehr als im Vorjahr.

Der Konzerngewinn war wegen des Verkaufs des Geschäfts mit Wirtschaftsinformationen um 60,5 Prozent auf 48 Mio. Fr. geklettert, wie Orell Füssli vorläufige Angaben von Ende Januar präzisierte. Ohne den realisierten Buchgewinn von 21,2 Mio. Fr. aus dem Verkauf der Tochtergesellschaft wäre der Gewinn leicht gesunken.

Vor der Veräusserung sank der Betriebsgewinn um 8,5 Prozent auf 38,6 Mio. Franken. Der Umsatz der Gruppe, die neben dem Banknotendruck und dem Buchhandel auch im Verlagsgeschäft und im Maschinenbau tätig ist, schrumpfte um 3 Prozent auf 378,4 Mio. Franken.

Neben dem Verkauf des Geschäftsbereichs lasteten Währungseffekte auf dem Umsatz, wie es hiess. Der Umsatz der fortgeführten Geschäfte erhöhte sich währungsbereinigt um 1,5 Prozent.

Das Portfolio mit diversifizierten Geschäftsfeldern habe sich auch in wirtschaftlich turbulenten Zeiten bewährt und einmal mehr zu einem soliden Gruppenergebnis mit einer attraktiven Dividende beigetragen, wird Verwaltungsratspräsident Klaus Oesch in der Mitteilung zitiert.

Konzernchef Sönke Bandixen geht für 2009 von einem weiterhin rezessiven und speziell in der Investitionsgüterindustrie von einem herausfordernden Umfeld aus. Orell Füssli rechne nicht mit einer raschen Erholung der Märkte und halte die Kosten im Griff. Insgesamt erwarte das Unternehmen für 2009 einen gehaltenen Umsatz und mit Blick auf den Konjunkturverlauf eher tiefere Erträge.

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