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Orascom sagt geplante Aktienkapitalerhöhung ab

Samih Sawiris, Chef der Orascom (Archiv)

Samih Sawiris, Chef der Orascom (Archiv)

Der Bau- und Hotelkonzern Orascom Development Holding des Ägypters Samih Sawiris hat seine geplante Aktienkapitalerhöhung von fast 10 Prozent abgeblasen. Grund waren ungewöhnlich starke Handelsaktivitäten an der Schweizer Börse gekoppelt mit einem starken Aktienkursrückgang am Montag.

Orascom habe am Montag bei seinen Namenaktien an der SIX Swiss Exchange irreguläre Handelsaktivitäten mit unüblich hohen Volumen gekoppelt mit einem starken Aktienkursrückgang festgestellt. Die Gesellschaft habe die Börse entsprechend informiert, heisst es in einer Mitteilung.

Wegen des ungewöhnlichen Handelsvolumens - über 150'000 Aktien statt der durchschnittlichen Tagesumsätze von 10'000 bis 20'000 Stücken - und dem signifikanten Aktienkursrückgang von über 10 Prozent hat sich die Gesellschaft dann entschieden, die geplante Transaktion nicht durchzuführen.

Noch sei nicht genau klar, was passiert sei, sagte ein Unternehmenssprecher auf Anfrage der Finanznachrichtenagentur AWP. Aussagen über das weitere Vorgehen und ob die Kapitalmassnahme verschoben oder gänzlich auf Eis gelegt wird, konnte er nicht machen. Zuerst wolle man die Situation genau analysieren.

Händler hingegen haben teilweise bereits Erklärungen parat. "Da hatte wohl jemand darauf spekuliert, dass er die Aktien aus der Kapitalerhöhung günstig zurückkaufen könnte und hat die Titel vorab verkauft", sagte ein Banker. Die Kurserholung am Dienstag führte er auf technische Gegenbewegungen zurück. Nach 11.00 Uhr standen die Aktien wieder 5 Prozent im Plus bei 68 Franken.

Beruhigend auf die Anleger dürfte zudem gewirkt haben, dass das Unternehmen seine Prognosen für das laufende Geschäftsjahr bestätigte. Die Aufwärtstendenz in den Hotelbelegungsraten seit dem zweiten Halbjahr 2009 habe sich auch im ersten Quartal 2010 fortgesetzt, teilte Orascom mit.

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