Erdöl

OPEC ändert nichts an ihrer Förderquote

Keine Änderung der Förderquote

Keine Änderung der Förderquote

Die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) lässt ihre seit Dezember 2008 geltenden Förderquoten vorläufig unverändert. Die Organisation werde angesichts der andauernden Überproduktion die Marktentwicklung allerdings «weiter sorgfältig beobachten».

Im Falle neuer Entwicklungen könne sie schnell handeln, gab OPEC-Sprecher Omar Ibrahim nach Beratungen der Ölminister in Wien bekannt. Generalsekretär Abdullah Salem el Badri nannte die allgemein erwartete Entscheidung "ein Signal für die Märkte".

Die offizielle Förderquote der OPEC für die Mitgliedsstaaten (ohne den Irak) lag zuletzt bei rund 24,5 Millionen Fass (je 159 Liter) pro Tag. Sie wurde nach Berechnungen von Analysten zu rund 80 Prozent von den Mitgliedern eingehalten.

Die OPEC-Länder streben nach Angaben el Badris einen Preis von rund 70 Dollar für ein Fass an. Am Mittwoch kostete das Fass OPEC-Öl 60.75 Dollar; dies war der höchste Preis seit Ende Oktober 2008. Seit dem 24. Dezember 2008 ist der Preis für OPEC-Öl damit um rund 80 Prozent gestiegen.

Der Preis für ein Fass der US-Sorte WTI zur Auslieferung im Juli liegt aktuell bei 63.51 Dollar - 6 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der Nordseesorte Brent stieg um 10 Cent auf 62.60 Dollar. Damit liegen die Ölpreise weiter nahe ihrer Jahreshöchststände.

Generalsekretär El Badri sagte, im Zusammenhang mit der Entwicklung der Weltwirtschaft "sehen wir Licht am Ende des Tunnels". Man wolle die wirtschaftliche Erholung nicht gefährden.

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