Das teilte ihr Verband IFPI am Dienstag mit. "Dies ist ein sauer verdienter Erfolg einer Branche, die innovativ war, gekämpft und sich über ein Jahrzehnt lang verändert hat", sagte Verbandspräsidentin Frances Moore in London.

Digitaler Retter

Hauptgrund für den Umschwung ist der zum neunten Mal in Folge gewachsene Anteil des Onlinemusikmarkts: Mit 5,6 Mrd. Dollar machen Downloads, Streaming-Dienste und andere Services bereits 34 Prozent des Gesamtmarktes aus.

Die digitalen Möglichkeiten bedeuteten nicht das Ende der Industrie, sagte Sony-Music-Chef Edgar Berger: "Die Wahrheit ist: Das Digitale rettet die Musik."

Branche setzt auf China

Damit einher geht auch eine zunehmende Internationalisierung, entwickle sich der Markt Moore zufolge doch "in eine globale Richtung". So finden sich etwa bei den erfolgreichsten Singles des vergangenen Jahres Künstler aus Kanada (Carly Rae Jepsen), Südkorea (Psy), Australien (Gotye) oder Brasilien (Michel Teló) unter den Top Ten.

Bisherige Schwellenmärkte wie Brasilien oder Indien gewinnen zunehmend an Bedeutung. Auf diese, und vor allem auch China, will die Branche künftig setzen.