Ölpest

Ölpest kostet BP jetzt 100 Millionen Dollar pro Tag

Vögel folgen einem Fischerboot bei Port Sulphur, Louisiana

Vögel folgen einem Fischerboot bei Port Sulphur, Louisiana

Die Beseitigung der Ölpest im Golf von Mexiko droht sich für BP zum Fass ohne Boden zu entwickeln: Die Kosten beliefen sich nach Angaben des britischen Ölkonzerns erstmals auf 100 Millionen Dollar pro Tag.

BP teilte mit, die Kosten hätten sich in den vergangenen drei Tagen auf 300 Millionen Dollar belaufen. Damit sei erstmals die Schwelle von 100 Millionen Dollar pro Tag erreicht worden. Insgesamt musste BP bislang demnach für die Versuche zur Schliessung des Lecks, die Beseitigung von Umweltschäden und Entschädigungszahlungen 2,65 Milliarden Dollar aufbringen.

Sollte nun auch die Küste Mississippis in Mitleidenschaft gezogen werden, werden die Kosten wohl weiter nach oben schnellen. Erste Öl-Klumpen wurden unter anderem im Urlauberort Ocean Springs nahe der Stadt Biloxi entdeckt. Nach Angaben der Küstenwache dürfte dies erst der Anfang gewesen sein.

Mississippi blieb im Gegensatz zu den Sumpfgebieten in Louisiana sowie Gebieten in Alabama und Florida bislang weitgehend vom Öl verschont. Lediglich an einigen vorgelagerten Inseln wurden Öl-Klumpen angeschwemmt.

Eine offene Frage ist zudem der Tropensturm "Alex", der zuletzt an Kraft gewann. Nach Ansicht von Meteorologen Könnte er sich in den kommenden 48 Stunden zu einem Hurrikan entwickeln.

Auf Land treffen könnte er am Mittwoch zwischen dem Ort Brownsville in Texas und dem mexikanischen Tuxpan de Rodriguez Cano. Damit würde er nicht über das defekte Bohrloch der Mitte April explodierten Plattform "Deepwater Horizon" hinwegziehen. Ausläufer und eine aufgewühlte See drohen aber, die Absaugarbeiten lahmzulegen.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1