Einzig der Konzerngewinn liegt mit 152 Millionen Franken um 60,8 Prozent unter dem Vorjahr. Diesen deutlichen Rückgang erklärt OC Oerlikon indes mit einem ausserordentlichen Gewinn im Jahr 2016: Damals hatte der Industriekonzern aus dem Verkauf der Sparte Vacuum einen Gewinn von 300 Millionen Franken erzielt. Mit dieserGewinnentwicklung hat der Konzern das Tal der Tränen, in dem er 2015 gesteckt hatte, definitiv hinter sich gelassen.

Für 2017 vermeldete OC Oerlikon am Dienstag einen Bestellungseingang von 3,005 Milliarden Franken, ein Plus von 24,5 Prozent. Der Umsatz legte um 22,1 Prozent auf 2,847 Milliarden Franken zu.

Alle drei Segmente des Konzern hätten zu diesen Steigerungen beigetragen, heisst es in der Mitteilung weiter. Dabei trug das Segment Oberflächenlösungen 48 Prozent zum Konzernumsatz und 66 Prozent zum EBITDA bei; die beiden anderen Segmente, das Chemiefasergeschäft und die Getriebesparte steuerten je 26 Prozent zum Konzernumsatz bei.

Erwartungen übertroffen

Auch das operative Ergebnis legte im Vergleich zum Vorjahr beachtlich zu. Auf Stufe EBITDA, vor Zinsen, Steuern und Amortisationen erzielte OC Oerlikon mit 415 Millionen Franken ein Plus von 24,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das entspricht einer Marge von 14,6 Prozent.

Mit diesen Zahlen hat OC Oerlikon die Erwartungen der Analysten klar übertroffen. Laut der Nachrichtenagentur AWP haben die Spezialisten einen Bestellungseingang von 2,902 Milliarden Franken prognostiziert, einen Umsatz von 2,762 Milliarden Franken, ein EBITDA von 399 Millionen Franken sowie einen Konzerngewinn von 129 Millionen Franken.

Für das angelaufene Geschäftsjahr gibt sich OC Oerlikon in der Mitteilung recht optimistisch. Wegen eines anhaltend optimistischen Marktumfelds rechnet der Konzern mit einem Bestellungseingang in der Höhe von 3400 Millionen Franken und einem Umsatz von 3200 Millionen Franken. Nach Investitionen soll die EBITDA-Marge bei 15 Prozent zu liegen kommen. OC Oerlikon verspricht neben strukturellem Wachstum eine Expansion durch gezielte Übernahmen.