Die deutsche Wirtschaftszeitung "Handelsblatt" zitierte "aus dem Umfeld" des russischen Oerlikon-Grossaktionärs Viktor Vekselberg, dass bis Ende März unbedingt eine Lösung gefunden werden müsse. Sonst sei auch eine Insolvenz nicht mehr auszuschliessen. Davon wären laut den Angaben in ganz Deutschland rund 5000 Arbeitsplätze betroffen.

Brisant sei der Fall auch deshalb, "weil sich zahlreiche deutsche Banken unter den Kreditgebern befinden, darunter die Deutsche Bank, die Commerzbank und die WestLB", schreibt die Zeitung. Geführt werde das Konsortium von der amerikanischen Citigroup.

Mit Opel war vergangenen Herbst ein taumelndes Unternehmen zu einem wichtigen Thema vor den Bundestagswahlen geworden. Kanzlerin Angela Merkel vermittelte zwei Wochen vor dem Wahltag ein Rettungskonzept: Der kanadische Zulieferer Magna und die russische Sberbank sollten die Mehrheit übernehmen. Nach den Wahlen zerschlug sich der Plan. Nun stehen wieder Staatshilfen in Milliardenhöhe zur Debatte.