Ausserdem soll jeder Amerikaner pro Quartal bis zu 500 Dollar an kubanische Staatsbürger überweisen dürfen - vorausgesetzt, diese gehören nicht der Regierung oder der kommunistischen Partei an.

Auch sollen künftig von allen grösseren Flughäfen aus Charterflüge nach Kuba starten dürfen. Bislang haben nur die Flughäfen in Miami, Los Angeles und New York eine Ausnahmegenehmigung dafür.

Der Chef des Flughafens Tampa International in Florida begrüsste die Lockerung der Sanktionen. Dies seien grossartige Neuigkeiten für internationale Flughäfen, erklärte Joe Lopano in einer Pressemitteilung. Sein Flughafen werde sich um eine Genehmigung der Regierung bemühen, um möglichst rasch Flüge nach Kuba anbieten zu können.

Die republikanische Abgeordnete im Repräsentantenhaus von Florida, Ileana Ros-Lehtinen, kritisierte die Aufhebung der Beschränkungen jedoch. Sie seien nicht dazu da, eine prodemokratische Entwicklung in Kuba zu stärken. Die Lockerung der Regelungen werde den Kubanern sicherlich nicht dabei helfen, sich von der Tyrannei, die sie umgebe, zu befreien, erklärte sie.

Bereits vergangenes Jahr hatte Obama einige Sanktionen gegen den Karibikstaat aufgehoben, um es kubanisch-amerikanischen Familien zu erleichtern, Angehörige zu besuchen oder Geld zu überweisen. Der Zustimmung des Kongresses bedarf es in diesem Fall nicht. Daher können die neuen Regelungen innerhalb von zwei Wochen in Kraft treten.