Der Flugverkehr habe sich weitgehend normalisiert. Für die nächsten Tage drohen zudem keine neuen Streiks, wie die Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) erklärte. Vor Gericht ging es am Donnerstag um 3,2 Millionen Euro Schadenersatz, den Lufthansa, Air Berlin und Ryanair gemeinsam von der GdF für lediglich angedrohte Lotsenstreiks aus dem vergangenen Sommer verlangen.

Das Arbeitsgericht Frankfurt hatte am Mittwoch nach knapp zwei Wochen den Vorfeldstreik auf Deutschlands wichtigstem Luftdrehkreuz gestoppt, weil die GdF mit zwei untergeordneten Streikzielen gegen die Friedenspflicht verstossen habe. Der Streik wurde sofort beendet.

Die GdF forderte am Donnerstag erneut Fraport zu neuen Verhandlungen für alle rund 200 Beschäftigten auf. Der Flughafenbetreiber will die Flugzeugeinweiser - knapp die Hälfte der Streikenden - nicht aus dem Haustarifvertrag entlassen.

Fraport hat lediglich für die beiden anderen Berufsgruppen Vorfeldlotsen und Verkehrsplaner ein Angebot ausserhalb des Haustarifs angeboten. Dies beinhalte weiterhin Steigerungen von bis zu 70 Prozent für die Lotsen, weil diese auf vergleichbare Gehälter der Kollegen in München verweisen könnten.