Pharmaindustrie
Novartis Schweiz: Wyss folgt auf Brenneisen als neuer Chef

Der neue Chef von Novartis Schweiz heisst André Wyss. Seine Karriere begann in Muttenz und Basel vor 30 Jahren. Er löst Pascal Brenneisen ab, der seit 2012 Novartis Schweiz leitete.

Stefan Schuppli
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Pascal Brenneisen ist nicht mehr Chef Novartis Schweiz

Pascal Brenneisen ist nicht mehr Chef Novartis Schweiz

Kenneth Nars

Novartis hat André Wyss zum neuen Länderchef für die Schweiz ernannt. Der 47-jährige löst Pascal Brenneisen ab, der die Länderabteilung seit 2012 leitete. Wyss trat sein neues Amt am Dienstag an.

Die neue Aufgabe als Länderpräsident übernimmt Wyss zusätzlich zu seinen Posten als Leiter der Stabstellen-Einheit «Novartis Business Services» (NBS) und als Mitglied der Geschäftsleitung. Wie Novartis-Sprecher Michael Schiendorfer gegenüber der bz sagte, arbeitete Wyss exakt dreissig Jahre bei Novartis, beziehungsweise des Vorgängerunternehmens Sandoz.

Er trat mit 16 Jahren als Chemikantenlehrling bei der damaligen Sandoz in Basel ein und studierte später Wirtschaft. In seinen mehr als 30 Jahren im Konzern übte er verschiedene Management-Funktionen aus, zuletzt als US-Länderchef und Präsident von Novartis Pharmaceuticals Corporation. Er wohnt in der Region Basel. Weil die Länderleitung Schweiz mit Wyss auch in der Konzernleitung vertreten sei, werde im Prinzip die Stellung der Schweiz gestärkt. «Seine Nominierung unterstreicht die Bedeutung, die wir dem Standort Schweiz beimessen», wird Novartis-Chef Joe Jimenez in der Medienmitteilung zitiert.

Novartis reorganisiert seine Stabsstellen. Sie sind seit 1. Juli in der Einheit NBS zusammengefasst. Mehr als 7000 Mitarbeitende aus verschiedenen Dienstleistungsbereichen wie IT, Beschaffung und Personalwesen, Kundenbetreuung et cetera sind neu bei NBS. Rund 900 Angestellte bekommen ausserdem neue Vorgesetzte.

Pascal Brenneisen, Wyss’ Vorgänger, wird gemäss Novartis eine neue Aufgabe übernehmen. Diese werde zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben. Dem Vernehmen nach hatte er sich schon seit einiger Zeit nach einer neuen Funktion im Konzern umgesehen. Brenneisen hatte sich verschiedentlich stark gemacht für den Standort Schweiz und Basel. Unter anderem hatte er im Vorfeld der Evaluation des nationalen Innovationsparks für den Standort Nordwestschweiz eingesetzt und hatte einen Brief an Bundesrat Schneider-Amman verfasst (wir berichteten). Die Nordwestschweiz sei ein Powerhouse in Sachen Forschung und verdiene den Segen des Bundes. Er fand offensichtlich Gehör. Fussballfan Brenneisen reiste gestern in die Ferien – nach Brasilien.