Operativ verbesserte sich Novartis um 6 Prozent auf 3,10 Mrd. Dollar, wobei die Wechselkurse die Steigerung drückten, wie am Donnerstag mitgeteilt wurde. Ohne Währungseinflüsse wäre das Betriebsresultat um 11 Prozent gestiegen. Der Reingewinn stieg um 3 Prozent auf 2,85 Mrd. Dollar, wechselkurseffektbereinigt um 7 Prozent.

Novartis: 2015 als Prüfstein für die starke Pipeline

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Beim Umsatz verfehlte Novartis die Analystenprognosen, die laut einer Umfrage der Nachrichtenagentur AWP im Schnitt Erlöse von 14,75 Mrd. Dollar erwartet hatten. Der Reingewinn liegt hingegen über den Prognosen: Laut AWP-Konsens war das Ergebnis auf 2,52 Mrd. Dollar geschätzt worden.

Novartis hat im ersten Halbjahr einen weitreichenden Konzernumbau in Angriff genommen. In mehreren Schritten erwirbt der Basler Konzern etwa die Krebsmedikamentesparten der britischen GlaxoSmithKline (GSK). Im Gegenzug gehen die Novartis-Impfstoffe an GSK. Mit dem Tausch büsst Novartis Umsatz ein, erhofft sich aber bessere Margen.

In den Bereichen, die auch künftig zum Kerngeschäft der Gruppe gehören werden, steigerte sich das operative Ergebnis um 3 Prozent auf 3,80 Mrd. Dollar (währungseffektbereinigt +6 Prozent). Auch der Reingewinn stieg um 3 Prozent auf 3,28 Mrd. Dollar (währungseffektbereinigt ebenfalls +6 Prozent).

Insbesondere die Pharma-Sparte habe ihre Produktivität erhöht und den operativen Hebeleffekt auf die Kernergebnisse des Konzerns gesteigert, sagte Konzernchef Joseph Jimenez gemäss einem Communiqué. Auch neue Medikamente liefen gut.

Der Pharmariese profitierte indessen zum letzten Mal davon, dass sein Blutdrucksenker Diovan in den USA keine Konkurrenz hat. Die amerikanische Gesundheitsbehörde FDA hat nun ein Nachahmermedikament des indischen Konkurrenten Ranbaxy zugelassen. Novartis setzt mit bisher Diovan rund 100 Mio. Dollar im Monat um.