Im ersten Halbjahr 2011 stieg der Umsatz von Novartis gegenüber der Vorjahresperiode um 21 Prozent auf 28,94 Mrd. Dollar. Der Reingewinn legte derweil um 3 Prozent zu auf 5,55 Mrd. Dollar.

Einen knappen Viertel des Wachstums erklärte Novartis am Dienstag in einer Medienmitteilung mit dem weiter schwächelnden Dollar: Starke Lokalwährungen machten ein Umsatzplus von fünf Prozentpunkten aus. Mit konstanten Kursen gerechnet weist der Konzern ein Umsatzplus gegenüber dem Vorjahres-Semester von 16 Prozent aus.

Beim Reingewinn half die Rechnungslegung in Dollar angesichts der Franken-Stärke weniger, da etwa Forschungs- und Entwicklungskosten in der Schweiz anfallen. In Lokalwährungen stieg der Semestergewinn um 7 Prozent, in Dollar um 3 Prozent.

Die Alcon-Übernahme im August 2010 wirkt auf verschiedenen Ebenen nach, etwa mit einmaligen Gewinnen aus Veräusserungen, aber auch Integrationskosten. Geografisch gesehen werden die Schwellenländer immer wichtiger - auf die sechs wichtigsten solchen Märkte entfielen bereits 10 Prozent des Quartalsumsatzes des Konzerns.

Minus Schweinegrippe

Die Pharmasparte legte trotz Generika-Konkurrenz und Preisdruck zu; ihr Umsatzanteil stieg um 8 Prozent auf 16 Mrd. Dollar. Auf die neu gruppierte Alcon-Sparte entfielen 5 Mrd. Dollar des Halbjahresumsatzes. Generika steuerten 4,8 Mrd. Dollar (+22 Prozent) bei, was mit mehr Verkäufen bei sinkenden Preisen gelang.

Unerfreulich verlief das Semester für die Sparte Impfstoffe und Diagnostika: Weil Pandemie-Impfstoff-Verkäufe von 1,3 Mio. der Vorjahresperiode fehlten, blieb ein Umsatz von 670 Mio. Dollar übrig, was ein Minus von 65 Prozent bedeutet. Operativ wird ein Sparten-Verlust von 315 Mio. Dollar ausgewiesen.

Insgesamt übertrafen die Zweitquartalszahlen von Novartis die Prognosen der Analysten sowohl auf der Umsatz- wie auch auf der operativen Kernergebnisebene. Beim Gewinn blieb Novartis indes hinter Schätzungen zurück.