Landi

Nix Krise - Landi will die Umsatzmilliarde

Lars Schmid, 3 Jahre, aus Suhr lädelet mit dem Spielzeugtraktor in der Landi in Kölliken. Themenbild zum Wirtschaftswachstum der Landi Schweiz, aufgenommen am 25. Januar 2010 in der Landi Kölliken.

Landi setzt ihre Rekordfahrt fort

Lars Schmid, 3 Jahre, aus Suhr lädelet mit dem Spielzeugtraktor in der Landi in Kölliken. Themenbild zum Wirtschaftswachstum der Landi Schweiz, aufgenommen am 25. Januar 2010 in der Landi Kölliken.

Der Gewinner im stagnierenden Schweizer Detailhandel heisst Landi. Die Volg-Schwester will auch im laufenden Jahr um 10 Prozent wachsen und damit erstmals die Umsatzmarke von einer Milliarde knacken.

Ruedi Mäder

«Angenehm anders»: Dieses Landi-Prädikat ist auch 2009 kein blosser Marketingspruch geblieben. Die knapp 300 Landi-Läden im Land erreichten ein Umsatzwachstum von mehr als 9 Prozent, wie Heinz Wälti, Geschäftsführer der Landi Schweiz AG, bestätigte. Dies notabene in einem Verdrängungsmarkt, in dem der nächstbeste– die ebenfalls zum gewichtigen Fenaco-Konzern zählende Volg-Kette – eine Steigerung von knapp 4 Prozent erreichte.

Vom letztjährigen Landi-Wachstum stammten lediglich rund 3 Prozent aus der Erhöhung der Verkaufsfläche (vgl. Tabelle). Überdurchschnittlich gewachsen ist erneut das Segment der grössten Läden. Der Landi-Schweiz-Chef Wälti spricht rückblickend von einer «Punktlandung» und taxiert 2009 schlicht als «ein gutes Jahr».

Landi-Gruppe in Zahlen

2007 
2008 
2009 
Umsatz (in Mio. Fr.) 
800 910 995
Verkaufsstellen 300 300
295
Fläche (in m²) 180 000   190 000  
204 000

Nischenplayer wird immer grösser

Die Zahl der Kunden ist um über 6 Prozent gestiegen. Bemerkenswerterweise stammen neun von zehn Kunden nicht aus jenem bäuerlichen Umfeld, in dem die Landi-Genossenschaften zu Hause sind. Sämtliche Produktgruppen verzeichneten 2009 einen Zuwachs. Am kräftigsten zugelegt haben die Gruppen Garten und Mineralwasser mit einem Plus von je 10 Prozent.

Auch im Weingeschäft hat sich die Landi im Lauf der Jahre ins erste halbe Dutzend der Anbieter vorgearbeitet; letztes Jahr dürfte der von Coop angeführte nationale Weinmarkt wertmässig um etwa 1 Prozent geschrumpft sein, während Landi um 4 Prozent gewachsen ist. Keiner im Land verkauft – beispielsweise – mehr Rasenmäher, Leitern oder Holzpellets.

Klare Sortiment-Strategie

Was steckt hinter dem mehrjährigen Landi-Erfolg? Einer der Pfeiler heisst Führungskonstanz: Die Einkaufs- und Marketingorganisation Landi Schweiz in Dotzigen wird seit 22 Jahren vom Solothurner Heinz Wälti straff geführt. Wälti und sein Kernteam sorgen für die Einhaltung einer konsequenten Fokussierungsstrategie. Dazu gehört insbesondere die Beschränkung des Sortiments auf 8000 Artikel, wovon heute rund 15 Prozent auf Nahrungsmittel entfallen. Zum Vergleich: Noch vor wenigen Jahren umfasste das Sortiment weit über 40000 Artikel. Ein weiterer Erfolgsfaktor heisst Kostendisziplin. Diese fängt beim internationalen (Direkt-)Einkauf an und reicht bis tief in den Ladenbau hinein.

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