Auch der niederländische Sportwagenhersteller Spyker reichte beim US-Konzern General Motors (GM) ein neues Kaufgebot für Saab ein. Zudem bestätigte der frühere Saab-Manager Jan Nygren, dass er mit Partnern "offiziell Interesse" an dem Autobauer angemeldet habe. Die Frist für Angebote war in der Nacht ausgelaufen.

Mit GM habe es einen "konstruktiven Dialog" über den Kauf dessen verlustträchtiger schwedischer Tochter gegeben, erklärte Spyker-Chef Victor Muller." Wir glauben, dass die Marke Saab ein grosses Potenzial hat und wollen die Verhandlungen schnellstmöglich zu einem Abschluss bringen." Angaben über die Höhe des nachgebesserten Angebots machte Muller nicht.

Ecclestones Partner Genii Capital teilte mit, es sei interessiert daran, "ein Angebot für den Kauf einer Mehrheitsbeteiligung" zusammen mit dem Formel-1-Boss zu machen.

Genii Capital werde "aggressiv an einem erfolgreichen Abschluss des Geschäfts arbeiten", zusammen mit allen beteiligten Interessengruppen bei Saab, erklärte der Finanzinvestor. Die Marke Saab sei von "bedeutendem Wert" in einer Reihe wichtiger Automärkte und habe "ein innovatives Image".

Saab hat in den vergangenen 20 Jahren als GM-Tochter fast durchweg Verluste eingefahren. 2008 verkaufte das Unternehmen weltweit rund 93'000 Autos. GM sucht seit Januar 2009 einen Käufer für seine schwedische Tochter.

Saab beschäftigt derzeit noch 3400 Menschen in Schweden. Gewerkschaftsangaben zufolge könnte das Aus des Autobauers den Verlust von rund 8000 Arbeitsplätzen bedeuten, weil auch Zulieferer betroffen wären.