Kiosk

Neue Wachstumsstrategie von Valora nimmt Europa ins Visier

Die Kioskbetreiberin Valora will den Umsatz kräftig steigern (Symbolbild)

Die Kioskbetreiberin Valora will den Umsatz kräftig steigern (Symbolbild)

Die Kioskbetreiberin Valora schlägt ein forsches Wachstumstempo an: Bis 2015 will das Schweizer Handelsunternehmen seinen Aussenumsatz um 60 Prozent steigern und das Betriebsergebnis (EBIT) verdoppeln. Angestrebt wird eine europaweit führende Position.

Um dieses Ziel zu erreichen, plant Valora eine Reihe von Zukäufen, über die allerdings noch keine Details preisgegeben wurden. Die am Donnerstag präsentierte Wachstumsstrategie "Valora 4 Growth" schliesst an das 2008 lancierte Programm "Valora 4 Success" an, mit dem der damals angeschlagene Konzern vorab seine Profitabilität steigern wollte.

Turnaround vor Abschluss

Der Turnaround sei nun weitgehend abgeschlossen, konstatierte Valora-Verwaltungsratspräsident Rolando Benedick vor den Medien. Heute sei Valora ein kerngesundes, starkes und fokussiertes Unternehmen, dessen organisches Wachstumspotenzial indes beschränkt sei. Für die nächsten fünf Jahre wird es nur auf jährlich zwei Prozent geschätzt.

Um den Wert des Konzerns steigern zu können, streben die Verantwortlichen jedoch bei Umsatz eine jährliche Wachstumsrate von zehn Prozent an. Bis 2015 soll der Umsatz von heute knapp 3 auf 4,8 Mrd. Fr. gesteigert werden.

Der Betriebsgewinn soll gleichzeitig auf gegen 180 Mio. Fr. verdoppelt werden. Die seit 2008 von 2,1 auf gegen 3 Prozent gestiegene EBIT-Marge würde so auf gegen 4 Prozent klettern.

Seine Wachstumspläne will Valora vor allem mit Akquisitionen verwirklichen, für die 200 bis 400 Mio. Fr. eingesetzt werden sollen. Rund die Hälfte dieses Betrags soll dabei fremdfinanziert werden. Eine Aktienkapitalerhöhung sei nicht nötig, hiess es.

1000 Kioske in Deutschland

Im Kioskgeschäft möchte CEO Thomas Vollmoeller namentlich in Deutschland, aber auch in den Niederlanden zulegen. Durch die Übernahme kleinerer Ketten will Vollmoeller die Zahl der Kioskstandorte in Deutschland von heute 200 auf rund 1000 erhöhen, was zu einem zusätzlichen Aussenumsatz von 700 Mio. Fr. führen würde.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1