Neue Milliarden für die Abwrackprämie stossen auf Kritik

Abwrackprämie in Deutschland umstritten

Abwrackprämie in Deutschland umstritten

Die Bereitstellung neuer Milliarden für die Abwrackprämie ist in Deutschland auf scharfe Kritik gestossen. Teile der Wirtschaft monierten, das über neue Schulden beschaffte Geld löse nur einen vorübergehenden Nachfrageimpuls aus.

Die Bundesregierung hatte zuvor im Kabinett beschlossen, dass die Abwrackprämie statt für bisher 600 000 nun für zwei Millionen neue Autos reichen soll.

Nach zunächst 1,5 Mrd. Euro stehen daher nun fünf Milliarden Euro für die Abwrackprämie zur Verfügung. Damit können bis zu zwei Millionen Autokäufer von der Prämie profitieren, die sie erhalten, wenn sie beim Kauf eines neuen Wagens ihr mindestens neun Jahre altes Auto verschrotten lassen.

Sie erhalten dafür weiterhin 2500 Euro. Die Abwrackprämie wird längstens bis Ende des Jahres gezahlt, ist der Topf vorher leer, soll es auch vorher kein Geld mehr geben.

Die zusätzlichen 3,5 Mrd. Euro werden über neue Schulden finanziert. "Künftige Generationen werden für das bezahlen müssen, was wir hier beschliessen", sagte der Sprecher des Finanzministeriums, Torsten Albig.

Die IG Metall begrüsste die Aufstockung des Abwrackprämien-Topfes. Die Subvention sei eine "Brücke über die Krise" und habe Bedeutung für hunderttausende Beschäftigte.

Der Wirtschaftsexperte Wolfgang Franz sagte jedoch im ZDF, mit der Abwrackprämie würde eine bestimmte Branche zu Lasten anderer Unternehmen subventioniert. Die Menschen kauften jetzt mehr Autos, dafür aber weniger Sofas oder Fernsehgeräte.

Meistgesehen

Artboard 1