Von der erneuten Sparrunde seien die Nestlé-Zentrale in Frankreich und unterstützende Dienstleistungen betroffen, bestätigte das Schweizer Unternehmen am Freitag einen Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg.

Der weltgrösste Nahrungsmittelkonzern, der insgesamt 13'000 Personen in Frankreich beschäftigt, versuche Entlassungen zu vermeiden, sagte ein Sprecher von Nestlé-France. Der Konzern ist dabei, sieben Standorte in der Region Paris bis 2020 an einem Ort zusammenzulegen.

Nestlé hatte vergangenes Jahr angekündigt, dass die Hautgesundheits-Tochter Galderma im Forschungszentrum in der Nähe von Nizza 450 der 550 Arbeitsplätze streichen wolle. Geplant ist der Aufbau eines neuen Forschungszentrums in der Schweiz. Der genaue Standort ist noch nicht bekannt. Der Galderma-Umbau hatte auch die Schliessung der Spirig-Fabrik im solothurnischen Egerkingen zur Folge.

Nestlé ist konfrontiert mit einem schleppenden Wachstum und Druck vom aktivistischen Investor Third Point. Dieser fordert einen rascheren Verkauf von nicht zur Unternehmensstrategie passenden Firmenteilen.