Die braune Farbe der alten Note wurde beibehalten. Das Grundelement von Hand und Globus der bisherigen neuen Banknoten wurde auch auf dem 200er-Schein umgesetzt, den die SNB am Mittwoch der Öffentlichkeit präsentierte.

Neue 200er-Note: «Das ist nicht der Rütlischwur!»

Neue 200er-Note: «Das ist nicht der Rütlischwur!»

Die Schweizerische Nationalbank hat am Mittwoch die neue 200er-Note vorgestellt. Die Banknote hat Erklärungsbedarf.

Die Hauptelemente der neuen 200er-Note:

Als Hauptelement zeigt der Geldschein Materie, womit die wissenschaftliche Seite der Schweiz thematisiert werden soll, heisst es. Doch was bedeutet diese Hand genau?

Zu sehen ist eineHand, die drei Finger (Daumen, Zeige- und Mittelfinger) in drei Richtungen streckt. Die Finger stehen für die drei Koordinatenachsen, die x-, y- und z-Achse. Sie sind auf der plastisch dargestellten Hand markiert und beschriftet. Die drei Koordinatenachsen öffnen den dreidimensionalen Raum, in dem bzw. zu dem etwas positioniert werden kann. Dargestellt ist das so genannte Rechtshändige Kartesische Koordinatensystem

Kann das nicht auch der Rütlischwur sein?

Die Hand zum Schwur erhoben, wie es die Vertreter von Uri, Schwyz und Unterwalden der Erzählung nach 1291 auf dem Rütli getan haben sollen, könnte tatsächlich ähnlich aussehen wie das rechtshändige kartesische Koordinatensystem. Aber nur fast: Regelkonform werden beim Schwur die drei (es können aber auch zwei) Finger der rechten Hand nicht in alle Richtungen gestreckt, sonder parallel zueinander. Was natürlich nicht immer genau so geschieht beim Schwur beziehungsweise so aussehen muss. Aber auch die ganze rechte Hand kann zum Schwur in die Höhe gestreckt werden. 

Auf einem Flugblatt aus dem Jahr 1798 wird beschrieben, wofür die einzelnen Finger stehen. Die drei aufgestreckten Finger stehen für die heilige Dreifaltigkeit (Gott der Vater, Gott der Sohn, Gott der Geist), die zwei gebeugten Finger symbolisieren den Leib und die Seele. Die Handfläche steht für die Gerechtigkeit.

Die Schwurhand, zum Eid erhoben:

Auf einem Flugblatt aus dem Jahr 1798 wird beschrieben, wofür die einzelnen Finger stehen. Die drei aufgestreckten Finger stehen für die heilige Dreifaltigkeit (Gott der Vater, Gott der Sohn, Gott der Geist), die zwei gebeugten Finger symbolisieren den Leib und die Seele. Die Handfläche steht für die Gerechtigkeit. 

Weitere Informationen zur neuen 200er-Note:

Auf der neuen 200er-Note gibt es wie bei allen Noten der neuen Serie insgesamt 15 Sicherheitsmerkmale. Damit will die Nationalbank ihre neue Notenserie fälschungssicher machen. Nach Ansicht der SNB sind die neuen Noten die sichersten Geldscheine der Welt.

Die Schweizer Zehner-Note war von der Internationalen Banknotengesellschaft (IBNS) zur Banknote des Jahres 2017 gewählt worden. Bereits im Vorjahr hatte die Schweizerische Nationalbank (SNB) mit der Fünfzigernote den ersten Preis eingeheimst.

Im Frühling 2016 hatte die SNB als erste Banknote der neuen Serie die 50er-Note herausgegeben. Als nächste wird die 1000er-Note in Umlauf kommen. Als letzte wird der 100er-Schein, die Note mit der allerhöchsten Auflage, ersetzt werden.

Die Einführung aller neuen Schweizer Banknoten wird bis 2019 dauern. Die letzte Serie wurde zwischen 1995 und 1998 in Umlauf gesetzt.

Die neue 100er-Note

Die SNB verrät bisher einzig die Hauptfarbe Blau und als Hauptelement das Wasser.

Die neue 1000er-Note

Als Hauptfarbe ist bislang einzig Violett bekannt und als Hauptelement die Sprache.

Bereits erschienene Noten

Ursprünglich hätten die ersten neuen Schweizer Banknoten bereits 2010 in Umlauf kommen sollen. Doch verschiedenste Probleme verzögerten die Herausgabe über Jahre. Für das Design der neuen Notenserie verantwortlich ist Manuela Pfrunder.

Die in Luzern geborene und heute in Zürich tätige Grafikerin landete im 2005 durchgeführten Gestaltungswettbewerb auf Platz 2. Sie erhielt am Ende dennoch den Auftrag, ihre Ideen bis zur Produktionsreife auszuarbeiten.

Gedruckt werden die Scheine von der Banknotendruckerei von Orell Füssli. Die Landquart AG, welche das Notenpapier entwickelt hat und nun herstellt, musste die SNB Ende 2017 für 21,5 Millionen Franken kaufen und nach dem Verlust eines anderen Grossauftrags vor dem Konkurs retten.

Die Sicherheitsmerkmale der neuen Noten in Kürze

Die Sicherheitsmerkmale der neuen Noten in Kürze

Dieser Film zeigt die wichtigsten fünf Sicherheitsmerkmale für die intuitive und rasche Echtheitsprüfung der neuen Schweizer Banknoten. 

Die 10er-Note von 1911 bis heute:

Die 20er-Note von 1914 bis heute:

1914 bis 2017: Die 20er-Note im Wandel der Zeit

Die 50er-Note von 1907 bis heute:

Im Wandel der Zeit: Die 50er-Note von 1907 bis 2016