Finanzkrise

Nationalbank unterstützt Polen und Ungarn nicht weiter

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) stellt ihre Liquiditätsspritzen für die polnische und die ungarische Zentralbank ein. Die Nachfrage nach Liquidität sei rückläufig und die Bedingungen am Frankengeldmarkt hätten sich verbessert, begründet die SNB den Schritt.

Die Liquiditätsspritzen wurden im Herbst 2008 auf dem Höhepunkt der Finanzkrise in Form eines Swap-Abkommen zwischen der SNB, der Europäischen Zentralbank (EZB), der Narodowy Bank Polski und der Magyar Nemzeti Bank abgeschlossen.

Ein letzter derartiger Devisenswap, mit denen die Banken in Osteuropa Franken mit fixer Laufzeit und zu einem fixen Preis ausgeliehen erhielten, wird nun am 25. Januar durchgeführt, wie die SNB mitteilte.

In Polen und Ungarn waren vor der Finanzkrise während Jahren aufgrund der niedrigen Schweizer Zinsen in grossem Umfang Kredite in Franken vergeben worden. Für deren Rückzahlung waren auf den Finanzmärkten im letzten Jahr oft nicht die nötige Liquidität vorhanden, weil die Banken sich einander aus Misstrauen kein Geld mehr ausliehen.

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