US-Börsen

Nasdaq bricht Rekord aus Zeiten des Internet-Hypes

Bildschirmanzeige weist auf das Überschreiten des Nasdaq-Indexes der Rekordmarke aus dem Jahr 2000.

Bildschirmanzeige weist auf das Überschreiten des Nasdaq-Indexes der Rekordmarke aus dem Jahr 2000.

Starke Wirtschaftszahlen haben am Donnerstag Optimismus an den US-Aktienmärkten ausgelöst und die Technologiebörse Nasdaq auf ein Rekordhoch getrieben. Das Barometer übertraf seinen Höchststand aus Zeiten der Internet-Euphorie im Jahr 2000.

Dazu trugen zum einen überzeugende Konjunkturdaten bei, die auf eine Erholung der US-Wirtschaft hindeuten. Zum anderen gefiel den Marktteilnehmern, dass die US-Notenbank (Fed) ihre Zinswende ruhig angehen lassen will.

In den Hintergrund traten die festgefahrenen Verhandlungen zur Abwendung einer Staatspleite Griechenlands. Die Staats- und Regierungschefs der Euro-Länder halten am Montag einen Sondergipfel zur Schuldenkrise ab.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte pendelte im Verlauf zwischen einem Hoch von 18.174 und einem Tief von 17.944 Punkten. Er schloss mit einem Plus von einem Prozent auf 18.115 Stellen. Der breiter gefasste S&P-500 legte ebenfalls ein Prozent zu und ging bei 2121 Zählern aus dem Handel.

Der Index der Technologiebörse Nasdaq rückte um 1,3 Prozent auf 5132,95 Stellen vor. Im Handelsverlauf kletterte das Barometer auf bis zu 5143 Stellen. Vor 15 Jahren hatte die Nasdaq ihren bisherigen Höchststand im Handelsverlauf von 5132,52 Punkten erzielt.

Auftrieb für die Nasdaq kam nicht zuletzt von Microsoft. Die Anteilsscheine des Software-Riesen stiegen nach einem Wechsel im Top-Management um 1,6 Prozent. Dagegen gaben Oracle-Aktien fast fünf Prozent nach. Der starke Dollar und Schwächen im Kerngeschäft mit Software-Lizenzen setzen dem SAP-Rivalen zu.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 850 Millionen Aktien den Besitzer. 2062 Werte legten zu, 1015 gaben nach und 131 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,9 Milliarden Aktien 1948 Titel im Plus, 834 im Minus und 133 unverändert.

Die starken Konjunkturdaten trieben die Anleger aus den als besonders sicher geltenden US-Staatsanleihen. So gaben die zehnjährigen Bonds um 6/32 auf 98-06/32 nach. Die Rendite stieg auf 2,33 Prozent nach 2,31 am Vortag. Die 30-jährigen Papiere verloren 1-2/32 auf 97-16/32 und hatten eine Rendite von 3,13 Prozent.

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