Telekommunikation
Nach Razzia bei Huawei: Swisscom prüft Ausstieg aus 300-Millionen-Auftrag

Nach der Razzia beim chinesischen Telecomausrüster Huawei in Dübendorf sind die beiden Huawei-Grosskunden Swisscom und Sunrise beunruhigt. Die Chinesen bauen für die Swisscom das Glasfasernetz aus.

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Chinesen bauen für Swisscom das Glasfasernetz aus.

Chinesen bauen für Swisscom das Glasfasernetz aus.

zvg/Christian Flierl

45 Huawei-Beschäftigte sind für das Projekt tätig. «Wir haben Huawei Schweiz in einem Brief aufgefordert, zu den Vorwürfen Stellung zu nehmen», sagt Swisscom-Sprecher Sepp Huber gegenüber der «SonntagsZeitung».

Huawei müsse erklären, was sie unternehme, damit sich solche Vorkommnisse nicht wiederholten. Und: «Sollten sich die Vorwürfe erhärten und Huawei nicht umgehend entsprechende Massnahmen zur Verbesserung der Situation einleiten, ist ein Ausstieg aus dem Auftrag denkbar.»

Sogar 230 Huawei-Mitarbeiter sind mit dem Sunrise-Auftrag betraut. «Wir haben Huawei klar gemacht, dass wir grossen Wert auf die Einhaltung aller Vorschriften legen», so Sprecher Tobias Kistner. Nun gehe man davon aus, dass das Unternehmen seinen Verpflichtungen nachkomme. Huawei-Chef Felix Kamer will mit Verweis auf das laufende Verfahren keine Stellung nehmen.(rsn)