Babynahrung

Nach Protesten: Nestlé nimmt in Chile Baby-Nahrung vom Markt

Der Nestlé-Sitz in Vevey (Archiv)

Der Nestlé-Sitz in Vevey (Archiv)

Der Schweizer Nahrungsmittelkonzern Nestlé hat in Chile nach Protesten von Konsumentenschutzorganisationen pestizidbelastete Baby-Nahrung vom Markt genommen. Zuvor hatte das Institut für öffentliche Gesundheit geringe Mengen eins krebserregenden Fungizids nachgewiesen.

Die Konsumentenschutzorganisation "Liga Ciudadana de Consumidores" forderte unterdessen von Nestlé, alle Baby-Nahrungsmittel aus dem Handel zu nehmen, bis die Ursache für die toxische Belastung der Produkte gefunden sei. Die Konsumentenschützer befürchten, dass weitere Produkte des Unternehmens belastet seien.

Nestlé-Sprecher Ferhat Soygenis erklärte auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA, es handle sich beim Rückzug des Produkts um eine freiwillige Massnahme. "Die entsprechenden Produkte befinden sich in vollem Einklang mit den aktuellen chilenischen Vorschriften, die auf den von der Weltgesundheitsorganisation WHO anerkannten Standards basiert."

Trotzdem habe sich Nestlé entschieden, eine einzelne Produktevariante vom Markt zu nehmen, um die chilenische Regierung bei ihren Bemühungen, den Fall lückenlos nachvollziehen zu können, zu unterstützen. Das Institut für öffentliche Gesundheit habe die Ungefährlichkeit der Produkte bestätigt, betonte der Nestlé-Sprecher. Die gemessenen Werte befänden sich im international akzeptierten Rahmen.

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