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Nach Kritik von Konservativen: Facebook sagt, wie Nachrichten-Trends entstehen

Facebook-Chef Mark Zuckerberg

Facebook-Chef Mark Zuckerberg

Facebook hat am Donnerstag seine internen Richtlinien zur Auswahl von Nachrichten-Trends in den USA veröffentlicht, um Manipulations-Vorwürfe aus der Welt zu schaffen. Die einzelnen News würden grundsätzlich von Algorithmen vorgeschlagen.

Diese suchten Themen, die gerade populär seien oder schnell in den Vordergrund rückten, erklärte Facebook-Manager Justin Osofsky in einem Blogeintrag. Dann würden diese Themen von Menschen geprüft, die unter anderem Begriffe herausfischen sollen, die keine Nachrichten seien (etwa "Mittag"), hiess es weiter.

Ausserdem sollen sie Doppelungen entfernen, wie auch aus der an einigen Stellen geschwärzten Richtlinie hervorgeht. Eine inhaltliche Auswahl gebe es dabei nicht, bekräftigte Osofsky. Facebook erlaube es diesen Mitarbeitern nicht, Quellen irgendeiner politischen Herkunft zu diskriminieren.

Namentlich nicht genannte frühere Facebook-Mitarbeiter hatten dem Technologie-Blog "Gizmodo" erzählt, sie seien angewiesen worden, Nachrichten mit konservativem Anstrich zu unterdrücken. Trotz Dementis von Facebook entfaltete sich eine Debatte über den Einfluss von Facebook als Nachrichtenmedium. Ein republikanischer Senator forderte zusätzliche Informationen vom weltgrössten Online-Netzwerk.

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