Kooperation

Nach 20 Jahren: Raiffeisen und Helvetia beenden ihre Zusammenarbeit

Raiffeisen ist zurzeit in Gesprächen mit möglichen zukünftigen Versicherungspartnern.

Raiffeisen ist zurzeit in Gesprächen mit möglichen zukünftigen Versicherungspartnern.

Die Raiffeisenbank Schweiz und Helvetia Versicherungen lösen ihre Kooperation nach 20 Jahren vorzeitig auf. Die Unternehmen wollen sich unabhängig voneinander strategisch weiterentwickeln.

(agl) Bereits Anfang 2019 schrieb Raiffeisen die Kooperation neu aus und sucht einen neuen Partner für den Versicherungsbereich. Wie die beiden Unternehmen am Mittwoch mitteilten, beenden sie ihre Zusammenarbeit nun per 31. Dezember im gegenseitigen Einvernehmen. «Das erlaubt Helvetia und Raiffeisen, ihre eigenen strategischen Ziele unabhängig voneinander flexibel weiterzuverfolgen», heisst es in der Mitteilung von Helvetia.

Die Partnerschaft der beiden Unternehmen besteht seit 1999. Raiffeisen Schweiz vermittelt Policen der Helvetia und erhält dafür eine Provision. Wie Helvetia schreibt, wurde 2019 über Raiffeisen «ein Geschäftsvolumen im mittleren zweistelligen Millionenbereich» generiert. Dies entspreche etwas unter 10 Prozent des Neugeschäfts im Einzel-Lebengeschäft, was sich nur unwesentlich auf den Gewinn ausgewirkt habe.

Raiffeisen schreibt, man wolle nun die Produkt- und Servicepalette weiter ausbauen. Auskünfte über den zukünftigen Versicherungspartner gibt Bank jedoch noch nicht. Zurzeit würden diesbezüglich Gespräche laufen. Auf die Kunden dürfte das Ende der Kooperation derweil keinen Einfluss haben. Wie Helvetia schreibt, würde die Betreuung weiterhin durch sie übernommen.

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