Vulkanausbruch

Moody's: Geringer Schaden aus Vulkanausbruch für Versicherungen

Fluglinien können wohl nicht mit Geld von der Versicherung rechnen (Archiv)

Fluglinien können wohl nicht mit Geld von der Versicherung rechnen (Archiv)

Der Ausbruch des isländischen Vulkans Eyjafjalla dürfte die Versicherungsindustrie nicht allzu sehr schmerzen. Die mehrtägige Sperrung des europäischen Luftraums wird nach Ansicht der Ratingagentur Moody's nämlich nur bedingt Spuren in den Erfolgsrechnungen der Versicherer hinterlassen.

Für Schäden aus der Unterbrechung der Geschäftstätigkeit komme die Assekuranz in der Regel nicht auf, schreibt Moody's in einer Kurzstudie. So hätten beispielsweise Fluglinien und Flughäfen nur dann ein Recht auf Schadensdeckung, wenn ihrem Eigentum ein physischer Schaden zugefügt wurde. Die schnelle Schliessung des Luftraums und vieler Flughäfen habe jedoch gerade dies verhindert.

Die Voraussetzung eines Sachschadens lasse sich auch auf andere Forderungen wie die Nichtauslieferung von Luftfrachtgut übertragen, urteilt Moody's und verweist in diesem Zusammenhang auf die jüngsten Äusserungen von Munich Re. Zudem sei die Konzentration der Aschewolke zu tief gewesen, um der Landwirtschaft ernsthaft zu schaden, so die Ratingagentur weiter.

Die Reiseversicherer werden sich hingegen sicher mit Schadensforderungen konfrontiert sehen. Doch auch hier würden sich die Auswirkungen im Rahmen halten. So würden Reiseversicherungen typischerweise von kleinen und mittleren Versicherern angeboten und spielten mit Blick auf die ganze Industrie nur eine untergeordnete Rolle. In vielen Fällen seien ausserdem Naturereignisse explizit von der Schadensübernahme ausgeschlossen.

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