Euro-Schuldenkrise

Moody's bewertet Irlands Kreditwürdigkeit schlechter

Moodys senkt das Rating für Irland (Archiv)

Moodys senkt das Rating für Irland (Archiv)

Die Rating-Agentur Moody's hat die Kreditwürdigkeit Irlands wegen anhaltender Schwierigkeiten im Bankensektor und düsterer Wachstumsaussichten herabgestuft. Die Finanzkraft der irischen Regierung werde durch die steigende Staatsverschuldung belastet.

Moody's senkte die Bewertung für die Schulden Irlands auf "Aa2" gesenkt von zuvor "Aa1". Der Ausblick ist aber stabil, wie die Agentur am Montag mitteilte. Bei dieser Bewertung hielten sich Chancen und Risiken die Waage. Analysten halten die Konjunktureinschätzungen für übertrieben pessimistisch.

Die Risiko-Aufschläge auf irische Staatsanleihen weiteten sich in der Folge aus, die Kosten für die Ausfallversicherung fünfjähriger irischer Bonds stiegen deutlich an. Der Euro reagierte dagegen nur vorübergehend mit Kursabschlägen.

Experten gehen davon aus, dass die irische Regierung auch nach der Herabstufung keine Schwierigkeiten haben wird, bei der für Dienstag geplanten Anleihe-Emission genügend Interessenten zu finden. Das entscheidende bei der Neubewertung der Kreditwürdigkeit sei, dass der Ausblick stabil gehalten werde, sagte ein Analyst.

Erosion der Finanzkraft

Die Herabstufung habe vor allem mit der schrittweisen Erosion der Finanzkraft der irischen Regierung zu tun, erklärte die Agentur. Sie geht davon aus, dass das Wachstum in den kommenden fünf Jahren schwach bleibt. Die Wachstumstreiber der Vergangenheit - Finanzsektor und Immobilienmarkt - blieben unter Druck.

Für Irlands Regierung kam diese Einschätzung nicht überraschend. "Sie sagen uns nichts, was wir nicht ohnehin wissen", kommentierte Staatssekretär Martin Mansergh. Irland musste seine Banken mit Milliarden-Summen unterstützen. Möglicherweise seien nun weitere Hilfen im Bankensektor nötig, erklärte Moody's.

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