Das Prämienvolumen steigerte die Mobiliar im Jahr 2018 um 1,5 Prozent auf 3,83 Milliarden Franken. Treiber des Wachstums war das Hauptgeschäft, die Nichtlebenversicherung. Dort wuchs das Volumen mit 3,7 Prozent auf 3,07 Milliarden und damit erstmals über die 3-Milliardengrenze, wie die genossenschaftlich organisierte Versicherungsgruppe am Dienstag mitteilte.

Während man im Schadengeschäft weitere Marktanteile dazugewinnen konnte, sanken die Einnahmen im kleineren Lebengeschäft um 6,5 Prozent auf 760,8 Millionen Franken. Besonders umkämpft sei der Markt für Risiko-Rückversicherungen für Pensionskassen gewesen, hiess es. Dagegen legte die Gruppe mit Vorsorgelösungen für Privatkunden weiter zu.

Gewinn steigt leicht

Den Gewinn steigerte die Mobiliar um 3 Millionen auf 443,5 Millionen Franken. Auf dem hohen Niveau des Vorjahres verblieb der Ergebnisbeitrag aus dem Nichtlebengeschäft, während das Ergebnis im Lebenteil angestiegen ist. Das rein versicherungstechnische Ergebnis nahm in beiden Sparten zu.

Allerdings hatte auch die Mobiliar mit den erschwerten Bedingungen an den Finanzmärkten zu kämpfen. Als Folge davon ging das finanzielle Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr um beinahe 100 Millionen auf 240,8 Millionen Franken zurück und zu Marktwerten errechnete sich auf den Kapitalanlagen eine negative Rendite von 0,5 Prozent nach einem Plus von zuvor 3,6 Prozent.

Die Gruppe verfüge aber weiterhin über eine "sehr hohe" Eigenkapitalausstattung, so die Mitteilung. Gemessen am Kapitalmessverfahren SST, dem Swiss Solvency Test, beträgt die Solvenzquote 594 Prozent. Kaum ein anderer Versicherer kommt über 300 Prozent.

Kunden profitieren

Die Mobiliar lässt jeweils einen Teil des Gewinns an die Kunden zurückfliessen. Ab Mitte 2019 werden die Prämienrechnungen der Haushalt- und Gebäudeversicherungen für die Dauer eines Jahres um 20 Prozent vergünstigt. Das mache einen Gesamtbetrag von 160 Millionen Franken aus, hiess es.

Zudem investiert die Gruppe weiter beträchtliche Mittel in neue Technologien. Über die kommenden Jahre sollen zusätzlich zu regulären Projekten rund 250 Millionen Franken in die Digitalisierung des Geschäfts fliessen.