Unter dem Strich erzielte Mobilezone einen Reingewinn von 16,8 Millionen Franken. Das sind 23 Prozent mehr als im Vorjahr, wie Mobilezone am Freitag in einem Communiqué mitteilte.

Zum Schub trug die Übernahme des deutschen Telekomabo-Vermittlers TPHCom bei, der erstmals einen Umsatz von 109 Millionen Franken beisteuerte. Das Online-Geschäft in Deutschland habe die guten Ergebnisse des Vorjahres sowohl beim Umsatz und Betriebsergebnis bestätigt. So wurden in Deutschland über 104'000 Mobilfunkverträge online abgeschlossen. Im Vorjahr waren es 100'000 Verträge gewesen.

Dies trieb den Umsatz im Segment Handel um 9,3 Prozent auf 513 Millionen Franken nach oben, obwohl der Grosshandelsumsatz um 56 Millionen Franken schrumpfte. Der EBIT des Bereiches konnte um über 40 Prozent auf 17,8 Millionen Franken erhöht werden. Das Segment Handel beinhaltet die Aktivitäten im schweizweiten Filialnetz, das Online-Geschäft, das Firmenkundengeschäft und die Aktivitäten in Deutschland.

Die Zahl der Filialen hierzulande werde von derzeit 123 auf zirka 120 Shops sinken, schrieb Mobilezone weiter. Man wolle ab Mitte September nach gut zwei Jahren Pause auch wieder Salt-Produkte anbieten. Mobilezone hatte Salt wegen Differenzen über die Geschäftsstrategien im Jahr 2016 aus dem Sortiment geworfen. Nun sei die Höhe des zusätzlichen Geschäftes schwierig einzuschätzen, schrieb das Unternehmen weiter.

Talktalk mit Rückgang

Im Service-Segment kletterte der Umsatz um 11 Prozent auf 47,9 Millionen Franken. Der EBIT schrumpfte indes von 6,2 Millionen auf 4,5 Millionen Franken. Das Segment beinhaltet die Mobilfunk- und Festnetzangebote von TalkTalk sowie das Handyreparaturgeschäft in der Schweiz und in Österreich.

Umsatz und EBIT bei TalkTalk würden gemäss den Erwartungen unter den Vorjahreszahlen liegen, schrieb Mobilezone. "Insbesondere der Wegfall von Festnetzkunden konnte nicht vollständig mit der Mobiltelefonie kompensiert werden." Dennoch zeigt sich die Firmenspitze mit dem Semesterergebnis insgesamt sehr zufrieden.