Der Vorstand habe sich für das vierte Quartal 2015 für stabile Milchpreise entschieden, obwohl die Preise auf den internationalen Märkten sehr stark unter Druck seien, teilte die Branchenorganisation am Freitag mit. Im benachbarten Ausland sei der Milchpreis in den vergangenen 18 Monaten um rund einen Drittel, auf den Weltmärkten um zwei Drittel zurückgegangen.

Die in der Branchenorganisation vertretenen Akteure hätten mit ihrem Preis-Entscheid ein wichtiges Zeichen zu Gunsten der Milchproduktion in der Schweiz gesetzt, heisst es in der Mitteilung.

Dass der Richtpreis für industriell verarbeitete Molkereimilch des A-Segments nicht weiter gesenkt wird, wertet der Schweizer Bauernverband in einer Stellungnahme denn auch als "positives Signal". Die Milchverarbeiter und der Detailhandel seien sich offenbar der "existenziellen Schwierigkeiten auf vielen Milchproduktionsbetrieben bewusst", schreibt der Verband.

Die Bauern fordern jedoch darüber hinaus, dass die ausbezahlten Produzentenpreise erhöht werden. Denn eine kostendeckende Milchproduktion sei auf praktisch keinem Schweizer Betrieb mehr möglich. Die Rahmenbedingungen würden eine Preiserhöhung zulassen, argumentiert er. So habe sich etwa der Franken seit der Aufhebung des Mindestkurses gegenüber dem Euro etwas abgeschwächt.