Industrie

Mikrons Umsatz bricht um fast die Hälfte ein

Der Bieler Fertigungs- und Montagesysteme-Hersteller Mikron hat 2009 einen herben Umsatzeinbruch um gut 43 Prozent auf 150,1 Mio. Fr. erlitten. Beim Unternehmensergebnis sei ein hoher Verlust zu erwarten, gab Mikron bekannt.

Die Wirtschaftskrise spiegelt sich auch im Auftragsbuch: Bestellungen gingen mit 129,7 Mio. Fr. gut 44 Prozent weniger ein als im Vorjahr.

Von den beiden Segmenten kam Machining, das grösstenteils Kunden in der Automobilzulieferindustrie beliefert, deutlich stärker unter Druck: Sowohl Umsatz als auch Bestellungseingang sanken um über die Hälfte, der Umsatz betrug noch 66,9 Mio. Franken. In den ersten fünf Monaten konnten fast keine neuen Maschinen verkauft werden.

Im Segment Automation verringerte sich der Umsatz um gut ein Drittel auf 83,2 Mio. Franken; Bestellungen gingen 36,6 Prozent weniger ein als 2008.

Der Umatzrückgang sei einzig auf fehlende Aufträge aus der Automobil- und Elektroindustrie zurückzuführen: Kunden aus der Medizinaltechnik- und Pharmaindustrie fragten hingegen weiter nach den Anlagen für die Montage sowie Automationslösungen nach. Das ausführliche Jahresergebnis 2009 präsentiert Mikron Mitte März.

Mikron hat wegen der Krise bereits kräftig Stellen abgebaut. So wurden am Standort Agno im Tessin über hundert Arbeitsplätze gestrichen. Das Unternehmen machte zudem mit Wechseln in der Geschäftsleitung von sich reden. Geschäftsführer Eduard Rikli gab seinen Posten Ende Jahr auf und wechselte in den Verwaltungsrat. Ausgewechselt wurde überdies der Finanzchef.

Mikron wird zu 70 Prozent von einer Aktionärsgruppe kontrolliert, die aus FDP-Nationalrat und Swissmem-Präsident Johann Schneider-Ammann, Implenia-Präsident Anton Affentranger und Straumann-Präsident Rudolf Maag besteht.

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