Immerhin konnte der Fehlbetrag eingegrenzt werden: Im Geschäftsjahr davor hatte dieser 25,9 Mio. Fr. betragen. Es ist aber das fünfte Mal in Folge, das Hotelplan einen Verlust schreibt.

Vermasselt haben dem Reiseanbieter das Ende Oktober abgeschlossene Jahr die Krise in Ägypten, das schwierige Italien-Geschäft und die Nachwirkungen des Konkurses der Partner-Airline Hello. Diese Effekte zogen auch den Umsatz nach unten: Die Einnahmen sanken um 6 Prozent auf 1,13 Mrd. Franken.

Weniger Turbulenzen

Allein das Hello-Grouding im Oktober 2012 belastete die Hotelplan-Rechnung mit 3,4 Mio. Franken. Das Betriebsergebnis sei aber insgesamt um knapp 22 Mio. Fr. verbessert worden, sagte Finanzchef Markus Glesti während der Bilanzmedienkonferenz am Dienstag in Glattbrugg ZH.

Laut Glesti ist Hotelplan im vergangenen Geschäftsjahr mit weniger Turbulenzen gereist. Das Geschäft in Grossbritannien erholte sich, und Italien verursachte weniger Probleme. 2011/12 hatte die Restrukturierung in Italien hohe Kosten verursacht. Diese "Monster-Übung" sei inzwischen abgeschlossen, sagte der Finanzchef.

Die italienische Tochter schreibt aber immer noch Verlust. In Italien, wo Hotelplan Reisen für gehobene Ansprüche anbietet, trifft die Ägypten-Krise das Geschäft noch stärker als in der Schweiz. Im August hatte es Reisewarnungen für das Land am Nil gegeben; Am vergangenen Freitag hatte das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) diese erneut ausgesprochen.

Unsicherheitsfaktoren

Ohne den Hello-Konkurs und die Probleme mit Ägypten hätte Hotelplan "problemlos" einen Betriebsgewinn erreicht, sagte Unternehmenschef Thomas Stirnimann.

Ob im laufenden Geschäftsjahr schwarze Zahlen möglich sind, liess Stirnimann offen: Mit der Krise in der Ukraine oder der nicht immer stabilen Lage in der Türkei könnten neue Probleme entstehen. Zudem erlebte Hotelplan in Südengland wegen der Überschwemmungen starke Buchungsrückgänge.