Wirtschaft

Migros Bank wappnet sich für Ausfälle der Coronakredite

Die Migros Bank hat Massnahmen getroffen, um sich gegen Ausfälle der Coronakredite abzusichern.

Die Migros Bank hat Massnahmen getroffen, um sich gegen Ausfälle der Coronakredite abzusichern.

Die Coronapandemie hat Spuren in den Geschäftszahlen der Migros Bank hinterlassen. Ertrag und Gewinn sind im ersten Halbjahr leicht zurückgegangen. Dennoch sieht sich die Bank gut gewappnet.

(rwa) In einem anspruchsvollen Umfeld habe sich die Migros Bank gut behauptet, heisst es in einer Mitteilung vom Freitag. Das Hauptaugenmerk habe auf der Krisenbewältigung und dem Kundenservice gelegen. Die Coronakrise hat jedoch das Halbjahresergebnis der Bank belastet.

Der Geschäftsertrag sank um 2,4 Prozent auf 314 Millionen Franken. Deutlicher fiel das Minus beim Gewinn aus, der um 4,8 Prozent auf 125 Millionen Franken abnahm. Je nach Geschäftsbereich entwickelten sich die Erträge unterschiedlich. Während sich der Erfolg aus dem wichtigsten Bereich – dem Zinsgeschäft – um 3,8 Prozent verringerte, erhöhte sich jener aus dem Kommissionsgeschäft markant um 6,9 Prozent. Letztere Entwicklung ist darauf zurückzuführen, dass Anleger angesichts der volatilen Aktienmärkte verstärkt an der Börse handelten.

Migros Bank vergab Coronakredite von 130 Millionen Franken

Als robust erwies sich das Kreditgeschäft, bei dem ein Wachstum von 2,1 Prozent auf 41,3 Milliarden Franken resultierte. Nach Angaben der Migros Bank zeigte sich die solide Refinanzierungssituation darin, dass die Ausleihungen zu einem sehr hohen Grad durch Kundeneinlagen gedeckt waren.

Für die Coronakrise sieht sich die Bank gut aufgestellt. Als zusätzliche Risikovorsorge hat sie Wertberichtigungen bei Firmenkrediten von 9,3 Millionen Franken gebildet. Damit wappnet sich der Konzern für allfällige Kreditausfälle. Insgesamt gewährte die Migros Bank Coronakredite in der Höhe von 131 Millionen Franken.

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