Luftfahrt

Mieses Arbeitsklima: Swiss-Personal straft seine Manager ab

CEO Harry Hohmeister will dem Problem auf den Grund gehen. (Symbolbild)

Schlechte Stimmung bei der Swiss.

CEO Harry Hohmeister will dem Problem auf den Grund gehen. (Symbolbild)

Bei der Swiss soll es grosse Unstimmigkeiten zwischen Personal und Management geben. Das zeigt eine Mitarbeiterumfrage, die der Swiss zu denken gibt. Chef Harry Hohmeister will dem Problem auf den Grund gehen.

Eine neuen Mitarbeiterumfrage zeigt, dass bei der Swiss grosse Unstimmigkeiten zwischen Personal und Management herrscht.

Die gescheiterten Verhandlungen für neue Gesamtarbeitsverträge und Spardrohungen von Swiss-CEO Harry Hohmeister haben Folgen für das Arbeitsklima.

Anfang Jahr führte die Airline eine Mitarbeiterumfrage durch. Die Resultate geben der Swiss zu denken. «Nebst positiven Kommentaren gabt ihr uns einiges an sehr kritischem Feedback», schreibt CEO Harry Hohmeister laut der „Schweiz am Sonntag" in einer internen Mitteilung.

Besonders negativ bewertet wurden die Themenfelder «Interaktion mit dem Management», «Salär, Zusatzleistungen und Anerkennung» sowie «Karriere und Entwicklungschancen». Die Analyse ergäbe des Weiteren «sehr kritische Probleme» in den Kategorien Glaubwürdigkeit, Respekt und Fairness, schreibt Hohmeister.

Um den Problemen auf den Grund zu gehen, organisiert die Swiss Workshops mit dem Personal. «Sämtliche Firmenbereiche und auch das oberste Management nehmen teil», bestätigt Swiss-Sprecherin Susanne Mühlemann in der „Schweiz am Sonntag".

Aeropers, der Verband der Airbus-Piloten ist nicht überrascht: «Wir haben das schlechte Abschneiden des Managements erwartet», sagt Aeropers-Sprecher Tobias Mattle.

Die Airbus-Piloten tragen seit kurzem zudem einen Protest-Pin mit der Aufschrift „We are 777". Damit protestieren sie gegen die Pläne von Hohmeister, die neuen Boeing-777-Maschinen den günstigeren Jumbolino-Piloten zu übergeben, anstatt ihnen. Dies wiederum passt der Swiss nicht.

Man habe Aeropers darauf aufmerksam gemacht, dass das Tragen des Pins gegen die internen Bestimmungen verstösst, sagt Swiss-Sprecherin Mühlemann.

Zudem hat der Aeropers-Vorstand eine Petition bei den rund 1000 Mitgliedern gestartet. «Wir fordern Verhandlungen mit dem Management. Innert kurzer Zeit haben wir bereits 800 Unterschriften gesammelt», sagt Tobias Mattle.

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