Da nach einem fremdfinanzierten Ausbaus des Immobilienportfolios die Zinsaufwendungen stiegen und die Kapitalanlagen aufgrund der Lage an der Börse darbten, musste Metall Zug anders als im Vorjahr ein negatives Finanzergebnis hinnehmen. Dies führte dazu, dass der Reingewinn nicht im selben Ausmass anstieg. Er belief sich auf 35,1 Mio. Fr, was einer Steigerung um 51,2 Prozent entspricht.

Alle Bereiche positiv

Gemäss Communiqué vom Montag haben alle Geschäftsbereiche von Metall Zug ihren Umsatz und ihr Gewinnbeitrag ausbauen können. Bei den Haushaltsapparaten, deren Umsatz insgesamt um 6,7 Prozent wuchs, verzeichnete die Marke Sibir allerdings ein Umsatzminus von 2,6 Prozent. Die Gruppe führt dies auf den starken Preisdruck zurück.

Bei V-ZUG dagegen lief das Halbjahr mit einem Umsatzplus von 9,0 Prozent erheblich besser. Der Geschäftsbereich Infection Control, der aus der Reinigung- und Desinfektionssystemhersteller Belimed besteht, stieg der Umsatz um 8,0 Prozent und der Auftragseingang gar um 21,9 Prozent.

Obwohl das Projektgeschäft noch harzt, hat auch der Kabelverarbeitungsmaschinenhersteller Schleuniger, welcher den Geschäftsbereich Wire Processing von Metall Zug bildet, ein Umsatzwachstum von über einem Viertel verzeichnen können. Schleuniger hat in der Krise rund 85 seiner ehemals 500 Stellen abgebaut.

Für die zweite Jahreshälfte rechnet Metall Zug mit weiterhin soliden Ergebnissen, jedoch mit einem leicht abgeschwächten Wachstum bei Schleuniger und dem Haushaltsapparatebereich. Nach Bekanntgabe des Halbjahresergebnisses stieg der Wert der Metall-Zug-Aktie an der Börse deutlich. Kurz nach Börseneröffnung lagen die Papiere 2,2 Prozent im Plus.