Energiekonzerne

Mehr Transparenz gefordert – Dekotierung des Stromriesen soll gestoppt werden

Das Oltner Stadthaus spiegelt sich im Alpiq-Gebäude. Bruno Kissling

Das Oltner Stadthaus spiegelt sich im Alpiq-Gebäude. Bruno Kissling

Martin Ebner, Investor, ist mit der geplanten Dekotierung der Alpiq unzufrieden. Er fordert, dass diese vorläufig gestoppt werden soll. Zumindest so lange, bis zwischen den Geschäftsbeziehungen der Alpiq und der EDF (Électricité de France) mehr Transparenz herrscht.

Martin Ebner, wahrscheinlich der Kleinaktionär mit den meisten Aktien, fordert gegenüber der SonntagsZeitung, dass die geplante Dekotierung des Stromriesen blockiert wird. Bevor es soweit komme, solle es zunächst mehr Transparenz über die künftigen Geschäftsbeziehungen zwischen Alpiq und dem französischen Energiekonzern EDF (Électricité de France) geben, der beim ehemals grössten Schweizer Energiekonzern aussteigt und seine Beteiligung von 25 Prozent in zwei Schritten dem CS-Anlagefonds CSEIP verkauft.

Auf Anfrage bestätigt Alpiq, dass «mit EDF in der Vergangenheit langfristige Lieferverträge geschlossen wurden.» Je nach dem wie die ausgestaltet sind, könnte es sich dabei um versteckte Verkaufspreisaufbesserungen handeln. Ebner erhofft sich darum von der Börse, dass sie die Dekotierung blockiert, bis die offenen Fragen geklärt sind.

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