AEK

Mehr Strom, weniger Gewinn

Litt 2008 wie andere Firmen ebenfalls unter der negativen Börsenenwicklung: Die Stromversorgerin AEK.

Mehr Strom, weniger Gewinn

Litt 2008 wie andere Firmen ebenfalls unter der negativen Börsenenwicklung: Die Stromversorgerin AEK.

Die regionale Stromversorgerin AEK hat 2008 zwar mehr Elektrizität verkauft, ein negatives Finanzergebnis führte aber zu einem Gewinnrückgang.

Die AEK spricht rückblickend auf 2008 von einem «guten operativen Ergebnis». Der Gesamtumsatz aller Unternehmensbereiche der AEK Gruppe erhöhte sich im Geschäftsjahr 2008 um 10 Mio. Fr. auf 190,2 Mio. Fr. Das operative Ergebnis (Ebit) beläuft sich auf 9,8 Mio. Fr. Aufgrund des negativen Finanzergebnisses reduzierte sich der Jahresgewinn gegenüber dem Vorjahr um 1,9 Mio. Fr. auf 5,1 Mio. Fr.

Der Stromabsatz stieg gegenüber dem letzten Jahr um 1,7 Prozent auf 1415 Millionen Kilowattstunden (Mio. kWh). Die grösste Zunahme war bei den KMU-Kunden zu verzeichnen: Sie bezogen 197,2 Mio. kWh, das heisst 7,2 Prozent mehr. Auch bei den Privat- und Gewerbekunden war die Zunahme gross: mit 232,7 Mio. KWh bezogen sie 5 Prozent mehr Strom. Bei den Vertriebspartnern mit 209 Mio. kWh (+0.8%) und den Grosskunden mit 750,5 Mio. kWh (-0.3%) war die Veränderung marginal und der Verbrauch etwa auf Vorjahresniveau.

Gegen Ende des Jahres war eine Trendwende zu spüren: Aufgrund der Schliessung der Borregaard sowie einem geringeren Strombedarf bei der Grossindustrie und bei einigen KMUKunden ging der Strombezug deutlich zurück. Der Teilbereich Elektrolyse der Borregaard wird für vorerst zwei Jahre weiterbetrieben, er werde aber nur noch rund einen Fünftel des ursprünglichen Strombedarfs benötigen, schreibt die AEK. Zu Mehrkosten führten die administrativen Anpassungen im Rahmen der Strommarkt-Liberalisierung. In die Netzinfrastruktur seien auch im vergangenen Jahr wieder rund 10 Mio. Fr. investiert worden.

Holz schweizweit gefragt

Für den Bereich Contracting war das Geschäftsjahr 2008 ein voller Erfolg. Die ambitiös gesetzten Ziele beim Auftragseingang seien übertroffen worden. Potentielle Kunden aus der ganzen Schweiz interessieren sich für Anlagen mit dem Energieträger Holz. In der Region sei das Projekt «Fernwärme Luterbach» weit fortgeschritten.
Die Nachfrage nach Pellets habe sich im Jahr 2008 markant erhöht. Die AEK als Marktführerin spricht von einem Marktwachstum von rund 20 Prozent und liege selber noch darüber. Der Marktsituation folgend hat AEK die Produktionskapazität ihres Pelletwerks in Balsthal auf 60 000 Jahrestonnen verdoppelt.

Die Auftragslage bei der AEK Elektro AG konnte auf dem guten Vorjahresniveau gehalten werden, heisst es schliesslich. 2008 konnte eine neue Filiale in Lüterkofen eröffnet werden. (at.)

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