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Mehr Läden, mehr Produkte, mehr Migros: So will Denner Aldi und Lidl in Schach halten

Denner-Chef Peter Bamert

Denner-Chef Peter Bamert

2009 ist der Discounter Denner weiter gewachsen. Das soll auch 2010 so bleiben. Neue Filialen, mehr Produkte und eine grössere Nähe zur Mirgos sollen es bringen.

Der Umsatz stieg im letzten Jahr um 2,6 Prozent auf 3,02 Mrd. Franken. Damit ist Denner deutlich stärker gewachsen als Migros und Coop. Und auch als der Gesamtmarkt, der 0,4 Prozent zulegte.

Mit zum Plus beigetragen haben sechs neue Läden. Denner beliefert inzwischen 752 eigene Filialen und Satelliten.Mit den zusätzlichen Filialen wuchs auch der Personalbestand um 124 auf total 3607 Beschäftigte.

Bald 2000 Produkte?

Der neue Denner-Chef Peter Bamert will das Tempo beibehalten. Dieses Jahr will er unter dem Strich 10 bis 15 neue Filialen eröffnen, die Zahl der Produkte von 1900 auf maximal 2000 erhöhen und näher zu Migros rücken.

Im Klartext heisst das, dass Denner zusammen mit dem orangen Riesen Doppelstandorte anpeilt. Heute gibt es erst zwei Denner-Filialen, die mit Migros unter einem Dach sind. Die Zahl soll sich 2010 erhöhen.

Auch bei den Preisen wird Bamert weiter Druck machen. Er droht den Markenartikel-Herstellern damit, mehr eigene Produkte ins Sortiment zu nehmen. Heute liegt der Eigenprodukt-Anteil bei Denner bei 25 Prozent. Bei Köperpflegemitteln will er als erstes ansetzen. Ein Eigenprodukt soll schon sehr bald in den Denner-Regalen stehen.

Denner gehört Migros nun ganz

Seit 2007 gehört Denner zu 70 Prozent der Migros. Anfang Jahr hat Migros den Rest übernommen. Gleichzeitig hat Philippe Gaydoul den Chefsessel geräumt und Peter Bamert Platz gemacht. Bamert war zuletzt während elf Jahren Chef von Ex-Libris, die auch zu Migros gehört. Gaydoul bleibt Präsident des Denner-Verwaltungsrates. (rsn)

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