Wirtschaft

Mehr Homeoffice und Online-Shopping: Geschäftsimmobilien sind weniger gefragt

Bei den Büroflächen dürfte es zu einem grösseren Leerstand kommen. (Symbolbild)

Bei den Büroflächen dürfte es zu einem grösseren Leerstand kommen. (Symbolbild)

Die Coronakrise schlägt auch auf den Immobilienmarkt durch. Die Pandemie beschleunigt den Strukturwandel bei Büro- und Verkaufsflächen und beeinflusst die Nachfrage nach Geschäftsimmobilien.

(nst) Die Coronakrise beschleunige bestehende Trends. Homeoffice sei bereits zuvor technisch problemlos möglich gewesen, aber noch nicht sehr verbreitet, wie die Credit Suisse in ihrem aktuellen Immobilienmonitor am Dienstag schreibt. Nun sei die Heimarbeit salonfähig geworden. Die Verlagerung von Arbeitsplätzen biete langfristig ein Sparpotenzial, so dass sich die Nachfrage nach Büroflächen negativ entwickeln dürfte. Die Ökonomen der Credit Suisse rechnen im Zeithorizont von zehn Jahren mit Flächeneinsparungen von durchschnittlich 15 Prozent.

Die Krise treibe aber auch den Strukturwandel des Detailhandels voran. Die Pandemie führte zahlreiche Konsumenten vom stationären zum Online-Handel. Viele dürften künftig dauerhaft einen Teil ihres Konsums im Internet abwickeln. Die Ökonomen der Credit Suisse gehen davon aus, dass die Coronakrise den Strukturwandel um drei Jahre verkürzt hat. Dies werde sich wiederum im Verkaufsflächenmarkt zeigen.

Stabiler Mietwohnungsmarkt

Ausserdem werde die Nachfrage nach Geschäftsimmobilien mittelfristig sinken, vor allem durch fallende Beschäftigungszahlen sowie vermehrte Konkurse. Der von den Ökonomen der Credit Suisse erwartete Beschäftigungsrückgang von 1.5 Prozent per Jahresende wird zu einem Nachfragerückgang um 770’000 m2 führen. Bei den Mietwohnungsliegenschaften und dem Wohneigentumsmarkt dürften die Werte trotz erwartetem Nachfragerückgang stabil bleiben.

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