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Medien-Mogul plant angeblich mit Microsoft Schlag gegen Google

Rupert Murdoch kämpft gegen Gratiskultur im Internet (Archiv)

Rupert Murdoch kämpft gegen Gratiskultur im Internet (Archiv)

Medien-Mogul Rupert Murdoch will gemäss Medienberichten an der Seite von Microsoft einen Coup gegen Google und die von ihm beklagte «Gratis-Kultur» im Internet landen. Murdochs Medien könnten demnach Informationen exklusiv und kostenpflichtig an Microsoft verbreiten.

In ersten Gesprächen mit dem weltgrössten US-Softwarekonzern sei bereits ausgelotet worden, ob Murdochs Medienkonzern News Corp seine Nachrichten künftig exklusiv und gegen Bezahlung über die Internet-Seiten von Microsoft und dessen Suchmaschine Bing bereitstellen könnte, berichtete die britische Wirtschaftszeitung "Financial Times".

Microsoft sei auch mit anderen grossen Verlegern in Kontakt und wolle sie dazu bewegen, ihre digitalen Inhalte aus dem Suchmaschinen-Index des Erzrivalen Google zu entfernen, hiess es. Nach Angaben des Technologie-Blogs "TechChrunch" haben sich die Verhandlungspartner bereits am 10. November getroffen.

Die Gespräche mit der News Corp, die unter anderem auch das "Wall Street Journal" und die britischen Zeitungen "Times" und "Sun" herausbringt, seien allerdings auf Initiative der News Corp aufgenommen worden, berichtete die "Financial Times".

Die Verhandlungen seien noch in einem sehr frühen Stadium, und es gebe keine konkreten Ergebnisse, hiess es. Die Zeitung beruft sich auf mit der Sache vertraute Personen.

Der streitbare Medienunternehmer hatte wiederholt das Internet und vor allem den Suchmaschinenbetreiber Google als Nachrichten-Distributor für die derzeitige Medienkrise verantwortlich gemacht.

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