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Mediapulse und 3+ einigen sich im Streit um TV-Nutzungsdaten

Ein Mädchen schaut Fernsehen in einer Wohnung (Symbolbild)

Ein Mädchen schaut Fernsehen in einer Wohnung (Symbolbild)

Der Streit um die TV-Nutzungsdaten ist aller Voraussicht nach zu Ende: Mediapulse und der Privatsender 3+ haben sich geeinigt, wie beide Unternehmen am Mittwoch mitteilten. Mediapulse darf die Daten von 3+ ab dem 2. August veröffentlichen.

Die Verfahren am Obergericht Nidwalden und am Bundesverwaltungsgericht werden eingestellt. Als Gegenleistung muss Mediapulse jedoch die Erhebungsmethode bei allen Sendern abändern: Ab dem 1. August wird auf die Erfassung jener Zuschauer verzichtet, die ausschliesslich über den Computer fernsehen.

Damit wird auf einen bedeutenden Teil der neuen Methode verzichtet. Sie hatte eigentlich zum Ziel, die veränderten Zuschauergewohnheiten abzubilden. Die Online-Nutzung wird nur noch dann erfasst, wenn die Zuschauer gleichzeitig auch ein normales TV-Gerät besitzen.

Weiterhin erfasst wird jedoch die zeitversetzte Nutzung über den Fernseher. Wie sich diese Änderung auf die Daten auswirkt, ist gemäss Mediapulse-Sprecher Nico Gurtner schwierig vorauszusagen. "Die Auswirkungen sind aber für alle Sender gleich", sagte er auf Anfrage der sda.

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