Wirtschaft

MCH-Verwaltungsrat warnt Aktionäre: Es gibt keine Alternative zu Murdoch-Deal

Licht am Ende des Tunnels? Der Einstieg eines bekannten Investors beim Messebetreiber MCH soll die Rettung bringen. Aber der Deal ist umstritten.

Licht am Ende des Tunnels? Der Einstieg eines bekannten Investors beim Messebetreiber MCH soll die Rettung bringen. Aber der Deal ist umstritten.

Der Einstieg von James Murdoch bei der Basler Messegruppe MCH sorgt für Wirbel. In einem Aktionärsbrief warnt der Verwaltungsrat die Aktionäre vor einem Scheitern des Deals.

(rwa) Letzte Woche war bekannt geworden, dass der Verwaltungsrat der MCH Group den Einstieg von Lupa Systems als neuen Investor vorschlägt. Die private New Yorker Investmentgesellschaft ist das Familienbüro von James Murdoch, dem Sohn des australischen Medienmoguls Rupert Murdoch. Die Aktionäre werden an einer ausserordentlichen Generalversammlung Anfang August über das umfassende Massnahmenpaket befinden.

In den letzten Tagen ist die Kritik an dem Deal gewachsen. So sei Murdoch in den Verhandlungen bevorzugt worden, lautet ein Vorwurf. Moniert wird auch der tiefe Bezugspreis für die neuen Aktien von 10 Franken. Dadurch könne sich der neue Investor zu einem «Schleuderpreis» einkaufen.

Das lässt der Verwaltungsrat der MCH Group nicht gelten. In einem am Samstag veröffentlichten Aktionärsbrief bezeichnet er den Preis als «angemessen». Dies «unter Berücksichtigung des aktuell hohen Risikos infolge der grossen Untersicherheit im Messe- und Ausstellungsgeschäft». Lupa Systems habe den definierten Kriterienkatalog «mit Abstand am besten» erfüllt.

Der Verwaltungsrat betont weiter, dass die Zustimmung der Generalversammlung zu sämtlichen Massnahmen nötig sei. «Sollte dieses Gesamtpaket scheitern, wäre die verbleibende Zeit für die rechtzeitige Entwicklung und Umsetzung alternativer Sanierungslösungen äusserst knapp», warnt er.

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