Martin Ebner gewinnt Machtkampf bei Mobilezone

Martin Ebner (Mitte) an der GV

Martin Ebner (Mitte) an der GV

Putsch bei Mobilezone: Grossaktionär Martin Ebner ist es gelungen, den Verwaltungsrat der Handy-Ladenkette von fünf auf drei Köpfe zu verkleinern. Das Aufsichtsgremium besteht neu aus Ebners Wunschkandidaten.

Die Generalversammlung wählte Cyrill Schneuwly, Chef der Immobilienfirma Intershop, und Urs Fischer, ehemaliger CEO des Telekomanbieters Sunrise in den Verwaltungsrat. Beide nehmen neu im Gremium Einsitz. Bestätigt wurde bisherige Verwaltungsrat Hans-Ulrich Lehmann.

Das Nein-Votum der Aktionäre zu Ruedi Baer - neben Lehmann Unternehmensgründer -, Charles Gebhard und Michael Kloter fiel deutlich aus. Es waren gemäss Bekanntgabe an der Generalversammlung zwischen 70 und 73 Prozent.

Der Verwaltungsrat von Mobilezone hatte der Generalversammlung vorgeschlagen, die vier bisherigen Verwaltungsräte Ruedi Baer, Charles Gebhard, Michael Kloter und Hans-Ulrich Lehmann wiederzuwählen. Das Aufsichtsgremium unterstützte ebenfalls die Zuwahl Schneuwlys. Nach seinem Willen hätte er Walter Heutschi ersetzten sollen, welcher nicht mehr zur Wahl antrat.

Grossaktionär Martin Ebner und desssen Beteiligungsgesellschaft Patinex könnten ihr Engagement bei Mobilezone in Zukunft noch erhöhen. Ein Ausbau von aktuell 13 Prozent der Aktien sei vor allem eine Frage des Börsenkurses, sagte Ebner der Wirtschaftsnachrichtenagentur AWP.

Die weiteren Anträge des Verwaltungsrates billigten die Aktionäre, darunter auch die Ausschüttung einer Dividende von 43 Rappen je Aktie. 2008 hatte Mobilezone ein Rekordergebnis erzielt. Der Umsatz blieb zwar mit 318 Mio. Fr. wenig verändert (-0,9 Prozent), der Gewinn kletterte hingegen um über ein Fünftel auf 22,9 Mio. Franken.

Ende 2008 zählte Mobilezone 131 Standorte, für das laufende Jahr sind weitere Ladenöffnungen geplant. In den ersten 10 Jahren seines Bestehens hat das Unternehmen 7 Millionen Mobiltelefone verkauft.

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