Wegen der weltweiten Autokrise ging auch die Produktion bei der Stuttgarter Firma im zweistelligen Bereich zurück, wie der neue Chef Michael Macht auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) sagte.

Der Nachfolger des langjährigen Porsche-Chefs Wendelin Wiedeking zeigte sich jedoch zuversichtlich, dass der Sportwagenkonzern die Talsohle bereits durchschritten hat. "Auch wenn die nächsten Monate noch schwierig bleiben dürften, sind wir bei Porsche jedenfalls für das Kalenderjahr 2010 verhalten optimistisch", erklärte der Manager.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr sank der Absatz bei dem erfolgsverwöhnten Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr um 24 Prozent auf 75'200 Sport- und Geländewagen. Der Umsatz rutschte um 12 Prozent auf 6,6 Mrd. Euro ab.

Die Produktion wurde um 27 Prozent auf 76'700 Autos zurückgefahren. Erstmals in der Unternehmensgeschichte herrscht auch bei Porsche Kurzarbeit.

Konkrete Angaben zum Ergebnis machte Macht nicht. Der Sportwagenkonzern habe aber einen Gewinn im Geschäftsjahr 2008/09 eingefahren, erklärte der Manager. "Es gibt keine Gründe anzunehmen, dass dies nicht auch im neuen Geschäftsjahr so sein wird", sagte Macht.

Dabei bezog sich Macht auf das Automobilgeschäft der Porsche AG. Bei der Dachgesellschaft Porsche SE wird für das abgelaufene Geschäftsjahr wegen der Abwertung der Optionen auf VW-Stammaktien mit einem Vorsteuerverlust von bis zu fünf Milliarden Euro gerechnet.

Im Geschäftsjahr 2007/08 hatte Porsche auch dank der VW-Beteiligung einen Gewinn vor Steuern von 8,57 Mrd. Euro und einen Überschuss von 6,39 Mrd. Euro erzielt.